"Germany's next Topmodel"-Finale wird am 28. Mai wiederholt

Am 28. Mai soll "Germany's next Topmodel" gekürt werden. Das Finale am Donnerstag war nach einer Bombendrohung abgebrochen worden.
Am 28. Mai soll "Germany's next Topmodel" gekürt werden. Das Finale am Donnerstag war nach einer Bombendrohung abgebrochen worden.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Das Finale von "Germany's next Topmodel" ist am Donnerstagabend nach einer Bombendrohung abgebrochen worden. ProSieben will es am 28. Mai wiederholen.
  • Live-Sendung aus Mannheim um 21.30 Uhr abgebrochen
  • ProSieben und Polizei bestätigen: Es gab eine telefonische Bombendrohung
  • Neues Finale von "Germany's next Topmodel" für 28. Mai geplant
  • Ersatz-Finalshow wird nicht live ausgestrahlt

Berlin.. Mitten in der Live-Sendung hat ProSieben am Donnerstagabend das Finale von "Germany's next Topmodel" abgebrochen. Grund war eine Bombendrohung gegen die Show mit Heidi Klum. Die knapp 10.000 Zuschauer wurden kurz nach 21.30 Uhr angewiesen, die SAP-Arena in Mannheim zu verlassen. Gegen 22.30 Uhr bestätigte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer: "Es gab während des Finales eine Bombendrohung."

DSDS Das neue Finale von "Germany's next Topmodel" werde am 28. Mai ausgestrahlt, teilte der Sender am Freitagvormittag via Twitter mit. Wo, sagten die ProSieben-Verantwortlichen zunächst nicht. Bei Facebook teilten sie mit: "Aufgrund des kurzen Planungsvorlaufes wird es eine neue Form für das Finale geben." Ein Sendersprecher stellte klar: "Die Show wird nicht live sein."

Laut Polizei spielte sich der Abend so ab: Die Drohung ging am Donnerstag um 21.07 Uhr telefonisch in der Halle ein. Eine Frau drohte "Germany's next Topmodel" mit einer Bombe in der Halle. Kurz darauf wurde an einer der Garderoben ein verdächtiger Koffer gefunden. Daraufhin brach der Veranstalter die Live-Sendung von "Germany's next Topmodel" in Rücksprache mit der Polizei vorsichtshalber ab, um eine Gefährdung der Besucher auszuschließen.

LKA-Experten untersuchten Koffer

Der verdächtige Koffer wurde gegen Mitternacht nach dem Abbruch von "Germany's next Topmodel" noch von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes untersucht - es wurde aber nichts Verdächtiges darin gefunden. "Der Eigentümer des Koffers ist ermittelt", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Er habe sich bei der Polizei gemeldet. Nähere Angaben wollte der Sprecher nicht machen.

Am späten Abend begannen die Beamten außerdem, die Arena und einige Nebengebäude mit einem Spürhund zu durchsuchen, fanden jedoch zunächst nichts Verdächtiges.

Heidi Klum äußert sich via Twitter

Jetzt sucht die Polizei nach der anonymen Anruferin. Die Ermittlungen würden am Freitag auf Hochtouren laufen, sagte ein Sprecher der Mannheimer Polizei am Morgen. Bisher fehle den Beamten noch jede Spur. "Alle sind jetzt erst mal wohlverdient in ihren Betten."

Auch ProSieben meldete sich am Morgen zu Wort: Man sei "sehr erleichtert, dass in der Nacht nichts Schlimmes passiert ist", schrieb der Sender bei Twitter nach dem Abbruch von "Germany's next Topmodel" und dankte den Einsatzkräften. Heidi Klum hatte sich noch am Abend über den Kurznachrichtendienst geäußert: "Der Abend ist leider nicht so zu Ende gegangen, wie ich es mir gewünscht hatte!", schreib sie. Sicherheit gehe vor.

Ein Hallensprecher hatte zunächst technische Probleme als Grund für den Abbruch von "Germany's next Topmodel" genannt. "Wegen technischer Probleme kann das Top Model Finale heute nicht weiter gesendet werden", hieß es anfangs auch auf einem Laufband, das der Sender ausstrahlte.

Kritik an Evakuierung beim GNTM-Finale - VIPs eher aus Halle gebracht?

Viele Zuschauer ließen beim Verlassen der SAP Arena Jacken und Taschen auf ihren Plätzen zurück. Einige äußerten Unmut darüber, dass die Prominenten angeblich viel früher aus der Halle geführt worden seien - Augenzeugen berichteten von rund 20 Minuten Differenz.

Zahlreiche Mädchen standen nach dem Abbruch von "Germany's next Topmodel" frierend ohne Jacken auf dem Parkplatz. Später wurden sie angewiesen, nach Hause zu gehen. Einige Fans, die rund um der Halle standen, äußerten Unmut über die Evakuierung. Sie hatten den Eindruck, dass die Prominenten um Jurorin Heidi Klum bevorzugt behandelt worden seien.

ProSieben ging auf die Vorwürfe zunächst nicht explizit ein - twitterte am Morgen danach aber, dass "ein Krisenstab aus Polizei und Security" entschieden habe, wie die Halle zu evakuieren sei.

In der Vergangenheit waren wiederholt Großveranstaltungen aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Dazu zählt etwa das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" am 1. Mai oder ein Karnevalsumzug in Braunschweig im Februar.

Ajsa, Anuthida und Vanessa noch im "Topmodel"-Rennen

Bei "Germany's next Topmodel"sollte aus vier jungen Frauen zwischen 17 und 19 Jahren zum zehnten Mal "Germany's next Topmodel" ermittelt werden. Ajsa (18) aus Tübingen (Baden-Württemberg), Anuthida (17) aus Lübeck (Schleswig-Holstein) und Vanessa (18) aus Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) waren gegen 21.30 Uhr noch im Wettbewerb - dann erfolgte der Abbruch.

Heidi Klum kündigte unvermittelt eine Werbepause an - nach der sendete Pro Sieben statt der aktuellen Show Einspieler aus alten Folgen von "Germany's next Topmodel". Wenig später unterbrach Pro Sieben die Übertragung komplett und zeigte seitdem den Film "The Blind Side".

Schwächste "Germany's next Topmodel"-Finalquote aller Zeiten

Aber wer wird nun "Germany's next Topmodel"? Man werde noch am Freitag "in Abstimmung mit der Jury entscheiden, wann und wie wir die Siegerin küren", teilte ProSieben am Morgen via Twitter mit. Auf demselben Kanal verkündete der Sender später die Entscheidung: Das Finale steige nun am 28. Mai.

Ob die Quote dann besser ist, muss sich erst zeigen. Die abgebrochene Ausgabe von "Germany's next Topmodel" war das schwächste Finale der ProSieben-Show aller Zeiten. Zum Start der Sendung mit Heidi Klum hatten 2,24 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 7,6 Prozent) eingeschaltet. Als die Sendung um kurz nach 21.30 Uhr wegen einer Bombendrohung abgebrochen wurde und der Sender einen Film ausstrahlte, waren noch 2,03 Millionen (9,3 Prozent) dabei.(we/dpa)