Fünf Stunden Schlag den Raab - und Raab gewinnt
05.06.2011 | 09:24 Uhr 2011-06-05T09:24:00+0200
Essen.Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Mit dem Stabsarzt Tobias Rieder hatte Entertainer Stefan Raab einen würdigen Gegner in seiner Spiel-Show „Schlag den Raab“ auf ProSieben. Raab gewann, nachdem Moderator Steven Gätjen sich durch mehr als fünf Stunden gezickt hatte.
Die Erwartungen an die 29. Ausgabe der ProSieben-Show „Schlag den Raab“ waren hoch. Zum ersten Mal moderierte Steven Gätjen den Abend, nachdem Kollege Matthias Opdenhövel seinen Wechsel zur Sportschau bekannt gegeben hatte. Und zu Beginn führte Gätjen – wenn auch ein wenig laut – durchaus souverän durchs Programm, verzichtete aber auf Witz und Ironie, die Opdenhövels Art ausmachen: Moderation nach Lehrbuch.
Doch selbst mit seinen schnörkellosen Ansagen schaffte es Steven Gätjen nicht, der Schlag-den-Raab-Show ihre Langatmigkeit zu nehmen. Beinahe jedes Spiel bestand aus mehreren Teilen oder mindestens zwei Durchgängen. Reichte es beim ersten Spiel „Brezel“ noch aus, bei einem einzigen Knabber-Salzbrezel die inneren Streben zu entfernen, so mussten die Kontrahenten beim „Fußballgolf“ völlig unnötiger Weise zweimal spielen.
Gute fünf Stunden dauerte die Sendung, richtig packen konnte sie nicht. Gefühlt alle 15 Minuten unterbrach Werbung den Ablauf. Ob Einzelspot, ganzer Werbeblock, Ankündigung des Gewinnspiels oder eines anderen Raab-Show-Formats – das wirkte oft mehr wie Dauerwerbesendung als wie eine Gameshow.
Lippenlesen? Ziemlich schwierig und zäh
Neben interessanten Spielen wie „Crossskating“, bei dem Raab und Rieder auf Rollschuhen im Kreis fahren und versuchen mussten, den anderen einzuholen, den typischen Landkarten-Tippspielen und dem Klassiker „Blamieren oder Kassieren“, gab es in dieser Sendung auch zwei Spiele, die scheinbar noch nicht ganz ausgereift waren. Das Erraten deutscher Sprichwörter durch Lippenlesen gestaltete sich sehr schwierig und zäh.
Bei „Spaghetti“ galt es, nach Ertönen eines Signals als erster eine in der Mitte eines kleinen Podests liegende Spaghetti zu greifen. An der scharfen Kante des Podests verletzte sich Raab und musste verarztet werden. Hier war die Werbepause wenigsten sinnvoll.
Moderator Gätjen erinnert zunehmend an einen überforderten Grundschullehrer
Im Lauf des Abends verlor mehr und mehr an Spritzigkeit. Die wenigen lustigen – und gerne auch mal bissigen – Kommentare kamen von Kommentator Frank Buschmann. Allerdings konnte auch er nicht verhindern, dass sich die Sendung unerträglich in die Länge zog. Dazu erinnerte Moderator Gätjen zunehmend an einen überforderten Grundschullehrer. Auf Nachfragen zu den Spielregeln reagierte er schnippisch und unfreundlich. Die Zickereien zwischen Moderator und den Spielern wirkten unprofessionell, hielten aber immerhin die Zuschauer vor den Fernsehern wach.
Es wurde später und später. Die Spiele wurden verkürzt - gespielt wurde nicht mehr bis einer der beiden Kandidaten fünf, sondern nur vier Punkte erreichte. Die im Grunde gut konzipierte Show verlor völlig ihre Spannung – wer will schon noch mit dem sympathischen Stabsarzt fiebern, wenn sogar Raab nach der Uhrzeit fragt? Die Show könnte wirklich etwas Straffung vertragen, sonst gewinnt möglicherweise demnächst der Spieler, der nicht vor Müdigkeit aufgegeben hat.
15:38
Opdenhövel fehlt. Und den -Neuen- könnte man auch durch eine Parkuhr ersetzen, die ist genauso unterhaltsam...
15:29
Da hat wohl auch der Autor dieses Artikels das mit den 4 vs. 5 Versuchen nicht verstanden. Es wurde nichts verkürzt, auf dem Bildschirm waren bei dem einen Spiel von Anfang an 4 Versuche nur zu sehen. Gätjen (der m.E. gar nicht ging) hatte sich nur versprochen.
20:40
Ich war froh, noch einen einen Moderator gesehen zu haben, der nicht ständig seinen Senf von sich geben miss, sondern kühl und sachlich, beide Kandidaten, von Disziplin zu Disziplin, begleitet..
Kein dummes Geschwätz zwischen drin, sodass sich beide Kandidaten in Ruhe, auf die Aufgaben konzentrieren konnten..
19:13
Soll heißen: ...hätte man aber vorher wissen müssen.... ;-)
19:11
Dass Steven Gätjen ttrocken und humorlos ist und so gar kein Sympathieträger hätte man aber vorher müssen. Vielleicht hat man auf die Schnelle keinen passenden Ersatz für Matthias Opdenhövel gefunden. DEN zu ersetzen wird für jeden schwer - denn er gehört für mich zu den derzeit besten und souveränsten Moderatoren im TV. Locker, schlagfertig, humorvoll und souverän. Trotzdem müßte es für die Sendung passendere geben als Herrn Gätjen !!
19:01
Der Gätjen hat null Humor ,der geht gar nicht ...
17:23
komisch
ihr wolltet doch alle 200 programme haben.
die 3 ör reichten euch ja nicht.
und nun beschwert ihr euch das die privaten werbung machen????
tja seit es doch selber schuld.
aber meckern meckern meckern.
und ich habe das schon vor 15 jahren gesagt.
nur damals haben alle gelacht.
und heute mault mann.
15:35
Duisburger, guter Tipp!
So mache ich das in Zukunft auch.
14:14
Wer Schlag dne Raab live schaut, ist selber schuld. Es hat doch fast jeder ein Aufzeichnungsgerät. Ich spule die ganze Werbung und uninteressanten Kram immer vor. So ist man in 2,5 h durch mit der Sendung :-)
14:02
Arrogant, unfair, besserwisserisch, beleidigend, ohne Benehmen, frech, unaufmerksam oder nur blöd:
Raab eben.
#5 von Huitzilopochtli , am 05.06.2011 um 12:32
Von welchem Raab reden Sie denn? Ich kenne keinen Raab auf dem obige Eigenschaften zutreffen.
Aber ich kenne einen Raab, der es mit Ehrgeiz, Talent, eigenem Stil und Ideenreichtum von Tellerwäscher zum Millionätr gebracht hat.