Freude über Dschungelcamp-Keks bringt RTL Ärger ein

Monate nach der Ausstrahlung hat eine Szene aus dem "Dschungelcamp" dem Sender RTL Ärger eingebracht – wegen Schleichwerbung.
Monate nach der Ausstrahlung hat eine Szene aus dem "Dschungelcamp" dem Sender RTL Ärger eingebracht – wegen Schleichwerbung.
Foto: dpa
Das Dschungelcamp hat RTL nachträglich Ärger eingehandelt: Weil sich die Camper um Larissa Marolt zu sehr über einen Schokokeks gefreut haben, meckert die Zulassungskommission der Medienanstalten. Sie beanstandet Schleichwerbung. Die Camp-Bewohner seien zu enthusiastisch gewesen.

Berlin.. Das Dschungelcamp und Helene Fischer haben RTL Ärger mit der Zulassungs- und Aufsichts-Kommission (ZAK) der Medienanstalten eingebracht: Die ZAK hat in beiden Fällen zweifelhafte Werbung beanstandet.

Auslöser der "Dschungelcamp"-Beanstandung war eine Szene vom 24. Januar 2014 – der Folge, in der Larissa Marolt als Spinnenfrau Mola Adebisi bei der Dschungelprüfung Stromstöße verpasste. Mola brach die Prüfung laut meckernd ab, Sterne gab's nicht, und Larissa gelang mit ihrer achten Dschungelprüfung der Weltrekord. Mehr leiden musste niemand. Ever, ever, ever.

Ein Leckerchen gab's für die Camper trotzdem, aber nur dank eines gemeinschaftlich gelösten Rätsels. Und die Belohnung dafür – ein Leibniz Pick-Up – wurde RTL zum Verhängnis. Die Freude sei zu groß gewesen, heißt es in einer ZAK-Mitteilung: "RTL hat mit der Form der Darstellung (Teilnehmer äußerten sich enthusiastisch dazu) die Grenze zur übermäßigen Hervorhebung des Produktes überschritten."

„Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ Damit habe der Sender gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstoßen. Demnach sind Schleichwerbung, Produkt- und Themenplatzierung nämlich unzulässig, wenn das Produkt im Sendeverlauf zu stark herausgestellt wird.

Zweite Beanstandung für Helene-Fischer-Werbung

Eine zweite kleine Beanstandung fing sich RTL mit einem Werbespot für eine Helene-Fischer-CD eingefangen. Und zwar schon am 29. November 2013. Aber auch hier kam die ZAK-Mitteilung erst jetzt, mit langer Verzögerung. Der Kölner Sender habe mit dem Hinweis „RTL präsentiert...“ gegen das Trennungsgebot zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt verstoßen: innerhalb eines Werbeblocks sei am Ende des Spots neben der CD auch ein RTL-Logo abgebildet. Was fehlte, war die Markierung als Werbung – so sei der Eindruck entstanden, es handele sich um einen redaktionellen Tipp.