Finger weg vom „Tatort“!
20.12.2011 | 17:19 Uhr 2011-12-20T17:19:00+0100
Essen. Der jüngste Tatort "Weg ins Paradies" sorgt für Empörung unter Medienpolitikern. Sie kritisieren die im Krimi gezeigte Zusammenarbeit zwischen dem deutschen und dem syrischen Geheimdienst. In die künstlerische Freheit von Drehbüchern sollten sich Politiker aber nicht einmischen. Ein Kommentar.
Der deutsche und der syrische Geheimdienst als Partner? Da ist die politische Empörung über den „Tatort“ vom letzten Sonntag programmiert. Und selbst, wenn diesmal auch ein FDP-Hinterbänkler wettert und sich zur Aufforderung versteigt, die Folge dürfe nicht wiederholt werden: Die CSU marschiert vorneweg. Sie hat Tradition darin, Fernsehzuschauer zu bevormunden.
Schwach ist, der so reagiert
Ihr Haussender, der Bayerische Rundfunk, klinkte sich 1973 aus dem gemeinsamen Programm der ARD aus, als die den Film ausstrahlte „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“. Ein schwuler Kuss aus der „Lindenstraße“ war den bayerischen Tugendwächtern noch 17 Jahre später zu heikel, und Hildebrandts Kabarett „Scheibenwischer“ blinkte ihnen zu oft links. Unlängst verbannte der BR einen spektakulären „Polizeiruf“ ins Spätprogramm , in der ersten Begründung blamierten sich Verantwortliche mit der Behauptung, der Staat werde als schwach dargestellt, das könne man Jugendlichen so nicht zeigen.
Schwach ist der, der so reagiert. Wo Grenzen der Würde im Fernsehen fallen, ist die Politik gefragt. In den künstlerischen Freiheiten von Drehbüchern hat sie nichts verloren.
18:28
Vielleicht sollten die Medien ...die schreibenden und filmenden...den Mandatsträger sowohl Schwarz und auch Gelb ...das Grundgesetz schenken...da stehen so schöne Artikel zu Menschenrechte und Grundrechte drin.....vielleicht hilft da auch eine Fortbildung gesponsert von dem Bundesbildungsministerium....ist da nicht Frau Schawan zuständig.???......
16:01
Durch sein liberales Vorgehen in der Medienpolitik und seine fundierten Aussagen zur Relation von Fiktion, Realität und Dramaturgie hat
Burkhardt Müller-Sönksen
für seine Partei die F.D.P. die 2 % Marke genackt!!!!!
nun schirrt sie, die F.D.P. bei 1,2 % rum, Tendenz fallend!
15:16
Seit wann darf im Tatort nur noch die Realität gezeigt werden, wobei keiner sagen kann, dass es eine Zusammenarbeit mit dem Syrischen Gehemindienst je gab.
Soviel wie ich weiß, gibt es in deutschland die freie Meinungsäußerung und genau dies tut der Drehbuchautor mit diesem Tatort.
Allen in allem war dies ein guter Tatort.
Und der Herren von der FDP und CDU/CSU, usw. sollten sich lieber um die Waffenlieferungen in solche Länder kümmern, als hier groß aufzumucken. In Ägypten werden Menschen mit deutschen Waffen getötet, ebenfalls in Libyen und in Syrien bestiimt auch. Die deutschen Exportieren doch auch in viele andere Länder die als kritisch eingestuft werden
"Und der Herren von der FDP und CDU/CSU, usw. sollten sich lieber um die Waffenlieferungen in solche Länder kümmern, als hier groß aufzumucken. In Ägypten werden Menschen mit deutschen Waffen getötet, ebenfalls in Libyen und in Syrien bestiimt auch. Die deutschen Exportieren doch auch in viele andere Länder die als kritisch eingestuft werden"
Und genau so sehe ich das auch !!! Und wer argumentiert gegen die Panzerlieferungen?? Die FDP oder vielleicht die CSU? Dass ich nicht lache!
14:33
Eine Paraderolle für Mehmet Kurtulus. Und wenn die Fiktion der Realität zu nahe kommt, dann gibt es immer jemanden, der sich darüber aufregt. Dabei war doch alles politisch korrekt gemacht worden:
Der Böse war Deutscher, der Gute ein Türke. Bis auf das bisschen Geheimdienst. Wenn jeder wüsste, wer mit wem zusammenarbeitet, was wäre denn dann noch geheim an dem Laden?
14:18
Wer von denen, die hier kritisieren, kann den beweisen, dass in keinerlei Fällen, der deutsche mit dem syrischen Geheimdienst zusammengearbeitet hat? Weder zu Zeiten der BRD noch heute. Weder, um beim israelisch-palästinensischen Gefangenenaustausch zu helfen, noch zu Zeiten des libanesischen Bürgerkriegs?
Ich bin mir ganz sicher, das könnte keiner beweisen, dass dem nicht so war (oder ist?).
@1: Wo leben Sie denn. Mir ist noch nichtmal ansatzweise im Hinterkopf eine Affäre geblieben, aber jede Menge Zeitungsartikel und Darstellungen und Gegendarstellungen von Grünenthal. Und vor allem die bis heute nicht vollständige Entschädigung. Die hat mit einer echten oder angedichteten Affäre aber nichts zu tun. Da reimen Sie sich aber ganz schönen Stuss zusammen.
@3: Da ist wieder die Förmchenmentalität. Der hat, also mach/darf ich auch. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Mir doch egal, wer alles Geschäfte mit Verbrechern macht, deswegen muss ich das doch nicht auch, oder doch? Und mit Diktatoren haben wir vor 10 Jahren (Hussein), vor 5 Jahren (Gaddafi) und heute auch noch mit jeder Menge Leute und Länder (Putin, Saudi-Arabien, Jemen etc.) zusammengearbeitet. In Afrika ist es doch vollkommen egal, mit wem man Geschäfte macht aus deutscher (und europäischer) Sicht, hauptsache man macht welche.
Und darüber regt sich jetzt einer auf, der sich demnächst eine neue politische Heimat suchen muss? Ich krieg mich nicht mehr ein.
13:21
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Das zum Thema Meinungfreiheit!!!!!!!!
13:12
Erstens war das ein Film, also Fiktion, und zweitens waren die gezeigten "Schweinereien" vor dem sich jüngst abzeichnenden Mega-Skandal um die Zusammenarbeit zwischen Verfassungsschutz und Neonazi-Szene (und NPD) doch sogar recht realistisch! In dieser Republik ist doch inzwischen genau so etwas (Kooperation zwischen Staatsmacht und Kapitalverbechern/Terroristen sehr gut vorstellbar.
OK, der Ruf nach **** ist da vielleicht sogar recht konsequent, und es macht sogar Sinn, dass sich die dem Untergang geweihte einst Liberale Partei sich an die Spitze der Bewegung setzt.
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12:41
Das war ein FILM, also Fiktion! Lasst doch mal die Kirche im Dorf!
11:13
Das ist wohl richtig und sicherlich kein Ruhmesblatt. Da Sie aber etwas einseitig auf die "BRD" (was ist das eigentlich? Sie meinen sicherlich die Bundesrepublik!) zielen, sei hier der Vollständigkeit halber auch angemerkt, dass die DDR ihrerseits mit so sympathischen Bruderstaaten wie Vietnam, Nordkorea und Kuba (also durch und durch anti-militaristisch orientierten sozialistischen Regimen, die ohne jede Repression über ihre glücklichen Staatsbürger geherrscht haben bzw. noch herrschen) eng kooperiert und RAF-Terroristen unterstützt und versteckt hat. Alles Geschichten, auf die unsere Freunde von der PDS-Linken auch nicht besonders stolz sein dürften!
10:44
Sie liefert auch heute noch Waffen und Verfolgungselektronik in solche Staaten. Pinochet war hier ein angesehener Diktator, Strauß hatte viele Diktatoren zu Freunden.