"Erwachsen auf Probe" - RTL weist Kritik zurück
21.05.2009 | 11:40 Uhr 2009-05-21T11:40:00+0200Köln. Der Fernsehsender RTL hat die Kritik an der geplanten Sendung "Erwachsen auf Probe" als unberechtigt zurückgewiesen. Das Format, in dem Teenager mit Leihbabys das Elternsein ausprobieren, sei zuvor intensiv geprüft worden.
Teenager mit Leihbabys probieren das Elternsein aus dieses Format sei zuvor intensiv geprüft worden, erklärte RTL am Donnerstag in Köln. Damit wies der Sender die Kritik an dem Format «Erwachsen auf Probe» zurück. RTL habe seine Verantwortung bewusst wahrgenommen und sei mit der Situation in den Familien und Probefamilien «zu jeder Zeit umsichtig und behutsam umgegangen».
Die Sendung, die wie geplant am 3. Juni starten soll, stieß unter anderem bei Landesmedienanstalten und der evangelischen Kirche auf massive Kritik. Die Bundes-Psychotherapeutenkammer hatte am Mittwoch schärfere Gesetze gefordert, um Säuglinge künftig vor derartigen Fernsehformaten zu schützen.
Begleitmaterial für den Unterricht geplant
RTL sprach von einer selten dagewesenen «pauschalen Vorverurteilung» und erklärte, sich mit der Sendung eines gesellschaftlich relevanten Themas angenommen zu haben, Schwangerschaften bei minderjährigen Mädchen. «Erwachsen auf Probe» sei ein Eignungstest für Jugendliche mit Kinderwunsch, bei dem sie Familienkompetenz erlernten und Verantwortung für Kinder, den Partner und sich selbst übernähmen.
Es handele sich um ein Format der britischen BBC; in Großbritannien werde die Sendung bis heute von Lehrern als Schulungsmaterial benutzt. Auch RTL plane die Herausgabe von Begleitmaterial für den Unterricht, was zahlreiche Pädagogen bereits angefragt hätten.
Alle Folgen der Sendung seien der Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) vorab zur Prüfung vorgelegt worden und hätten und eine Freigabe für das Hauptabendprogramm erhalten. Die FSF habe RTL positive pädagogische Beweggründe attestiert und festgestellt, dass es innerhalb der Dokumentation «zahlreiche Sicherungssysteme» gebe.
Kinder waren laut RTL keinen Risiken ausgesetzt
«Die öffentlich wiederholte Behauptung, beteiligte Kinder seien unkalkulierbaren körperlichen und seelischen Risiken ausgesetzt, ist falsch. Die Eltern und Mütter waren fester Bestandteil der Sendung und begleiteten ihre Kinder die ganze Zeit. Entgegen kritischer Stimmen waren sie oft nur wenige Meter von ihren Kindern entfernt», heißt es in der Erklärung.
Alle Beteiligten seien Tag und Nacht von Experten wie Erziehern, Krankenschwestern und Psychologen überwacht worden. Niemand sei unvorbereitet in das Projekt gegangen. Alle Teilnehmer hätten die Sendung zudem jederzeit abbrechen können. «Ein Risiko für die Kinder bestand zu keiner Zeit», erklärte RTL.
Der Sender lud die Kritiker für Freitag ein, Teile der Sendung vorab anzusehen. Zu dem Termin mit anschließender Diskussionsrunde gibt es laut RTL bislang Zusagen unter anderem vom Kinderschutzbund und aus der Politik. (ap)
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12:20
Jugendliche mit Kinderwunsch? - Gebt ihnen Zahlenbeispiele und einen Taschenrechner, das könnte helfen. Es sollte jede(r) Judgendliche der(die) wirklich einen Kinderwunsch hat, mal darüber nachdenken, was er (sie) dem Nachwuchs damit aufbürdet. Bevor man die Verantwortung für so etwas wichtiges wie ein Kind übernimmt, sollte man doch vielleicht versuchen, sein eigenes Leben im Griff zu haben. D. h. auch, Verantwortung für sich zu übernehmen. Und Jugendliche, die ungeschützt miteinander schlafen, stellen damit bereits anschaulich unter Beweis, dass es an der nötigen Verantwortung mangelt.
Dies nur vorab, auch wenn es nur teilweise zum Thema gehört. Auch ändert dies nichts an der aktuellen Tatsache dass immer wieder Jugendliche Kinder bekommen (ob geplant oder nicht geplant). Und diese brauchen dann natürlich alle Hilfe die Sie finden können.
Was diese Sendung angeht, meine ich, dass eine gründliche Vorbereitung von schwangeren Jugendlichen und den dazu gehörigen Vätern zwar unerlässlich ist, aber definitiv nicht ins Fernsehen gehört.
Ich weiß nicht, ob es anderweitig geeignete Kurse o. ä. gibt; falls nicht, besteht hier Nachholbedarf.
18:04
Ich persönlich findes das gar nicht so schlecht. Insbesondere wenn man bedenkt wie viele Teenager Kinder bekommen. Und man muß einfach mal sehen wie viele Kinder von Babysittern oder Tagesmuttern betreut werden. Die haben sicher nicht so viel Betreuung dabei. Ich finde das nicht so schlimm. Gut, ich würde es mit meinen Kindern nicht machen, aber verwerflich finde ich daran nichts.
14:20
Eltern, die ihre Kinder für solch ein Format verleihen gehören auf den Prüfstand!!!!
Das Jugendamt sollte sich sofort auf den Weg machen, um sich von diesen Eltern ein Bild zu machen!!!!
16:31
Zu welchem Zweck soll dieser Menschenversuch sein? Ist es wirklich nötig alles zuvermarkten? Welche Eltern verleihen ihre eigenen Kinder?