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Dortmunder "Tatort" spaltet die DerWesten-Nutzer

12.11.2012 | 13:40 Uhr
Die zweite Folge des Dortmunder Tatorts bietet Anlass zur Diskussion.Foto: WDR/Willi Weber

Essen.  Auch die zweite Folge des Dortmunder Tatorts löst bei den DerWesten-Nutzern Diskussionen aus. Während die einen den Fernsehkrimi langweilig, klischeehaft oder schlicht furchtbar finden, bejubeln die anderen die authentischen Kommissare und die gute Story.

Tatort Dortmund
So viel Dortmund steckt im neuen "Tatort" aus der Nordstadt

Kommissar Peter Faber aus dem Dortmund-"Tatort" spaltet bereits nach zwei Folgen deutschlandweit die "Tatort"-Fangemeinde. In der Folge "Mein Revier" ermittelt der Psycho-Cop in der Dortmunder Nordstadt. Es geht um Prostitution, Drogenhandel und Matratzenmieten für Bulgaren. Was davon ist echt?

Selten hat ein Kulturthema unsere Nutzer so polarisiert. Entweder man liebt oder hasst die zweite Folge des Dortmunder Tatorts, denn in Sachen Tatort verstehen unsere Nutzer keinen Spaß.

Während die einen die zweite Folge des Dortmunder Tatorts langweilig, klischeehaft oder schlicht furchtbar finden, bejubeln die anderen die authentischen Kommissare und die gute Story. In jedem Fall sorgt die neueste Folge der sonntäglichen Krimireihe für Gesprächsstoff bei den DerWesten-Nutzern.

Die Dortmunder Nordstadt kommt in den 90 Minuten wirklich nicht gut weg. Zu Unrecht, wie NutzerallerKreisklassen findet: „Im Rathaus sollte man wirklich darüber nachdenken, ob man Dortmund nicht in Sodom oder Gomorrha unbenennen will. Drogen, Prostitution und Gewalt überall. Das Leben muss dort besonders schlimm sein.“ „Muss ja ein klischeebeladener Regisseur gewesen sein, der den Pott nur von Vorurteilen her kennt“, schimpft Facebooknutzer Christoph Kühnemund. meinemeinung47 stören vor allem die vielen Ruhrgebietsklischees, die von „dieser Reihe bestens bedient werden.“

Tatort Dortmund - Kritik zwischen langweilig, klischeehaft und furchtbar

Viel Kritik prasselt weiterhin auf den Chefermittler ein. Hauptkommissar Faber ist bei unseren Nutzern nicht sehr beliebt. Vor allem wegen seiner Wutausbrüche begegnet man ihm vielfach mit Unverständnis. „Ein Kommissar, der am Ende des Falls sein Büro zertrümmert, gehört entlassen. Wer sich so wenig im Griff hat, ist für solch einen sensiblen Job ungeeignet“, meint Daniel Leitner.

Bei jenen, die mit dem neuesten Mitglied der Tatortfamilie unzufrieden sind, kommt vielfach Nostalgie auf. Der ein oder andere Nutzer wünscht sich in die Vergangenheit zurück und träumt von einer Rückkehr des Ermittlerduos Schimanski und Tanner.

Kritik am "Tatort"-Hauptkommissar Faber

Auf der anderen Seite des Meinungsspektrums kann man die Aufregung um den Fernsehkrimi nicht nachvollziehen. Von einem Tatort könne man keine realistische Darstellung der Polizeiarbeit erwarten, meint Sarah-Lena Gombert.

Besonders freuen sich unsere Nutzer über die authentischen Charaktere. „Das war auf jeden Fall noch mal eine deutliche Steigerung zum ersten Dortmund-Tatort“, schreibt Knutknutsen. „Guter Fall, überzeugende Schauspieler. Die Brücken Szene war super. Echte Gänsehaut!“

Sehnsucht nach Schimanski und Tanner

Auch FernerBeobachter ist voll des Lobes für die Macher des Krimis: „Ich war überrascht von der meiner Meinung nach handwerklich gelungenen Kombination von inhaltlicher Dichte mit skurril-unterhaltsamer Weiterentwicklung der Charaktere des Tatorts.“

In einem Punkt sind sich Kritiker und Fans der Folge allerdings einig: Die Kameraführung ist verbesserungswürdig. „Die wackelnde, ständig zoomende Kamera“ hat Gordon Howahl und Bernward Rieke den Fernsehabend gründlich verdorben.

Das Maß aller Dinge ist und bleibt für unsere Nutzer der Tatort aus Münster. Dem kann das Ermittlerteam aus der Ruhrgebietsmetropole schlicht nicht das Wasser reichen.

Der zweite Dortmund-"Tatort"

Miriam Lessmann



Kommentare
12.11.2012
19:17
der billige Dortmunder Tatort 2
von Untertan43 | #5

Die Herstellung dieses Tatortes hat bestimmt nicht viel gekostet. Das Teuerste waren bestmmt die Autos und die Büroeinrichtung,die der ansonsten vernünftige Spinner zerschlug.
Requisiten brauchte man kaum, denn es ist alles dagewesen und noch immer da in Dortmund Mitte ( so heißt der Stadtteil wirklich). Drehbuch war auch nicht nötig, man mußte nur die realen Ereignisse aufnehmen. Die Statisten waren bestimmt auch nicht teuer, wenn man sie überhaupt bezahlt hat,da sie ja sowieso kein Deutsch sprachen.
Zum Glück konnte ein Nichtdortmunder anhand der Landschaftsbilder nicht feststellen das dieses Leben in Dortmund stattfindet. Es muß ja nicht alle Welt wissen,dass wir tatsächlich so leben,wie es der Film gezeigt hat. Ich weiß es, denn ich lebe schon lange da. Nach Dortmund kommen viele Menschen um den BVB zu sehen , vielleicht kommen nun auch die Touristen um diesen (gruseligen) Stadtteil zu erleben.

12.11.2012
17:19
Dortmunder
von dieterborussia | #4

Kann man sich nicht einfach nur einen Film ansehen,
ohne das man nacher den superschlauen Kritiker spielt ?.
Hier wird mangelnde Realität bejammert.
Wer will wirklich realistische Polizeiarbeit in einem Krimi sehen ?.
Das würde keiner einschalten, weil viel zu langweilig !

2 Antworten
Dortmunder
von Woledo | #4-1

Frühere Tatorte waren deutlich weniger absurd. Da kam es mehr auf eine spannende Handlung an als auf pure Effekthascherei. Und sie wurden auch gesehen, diese Tatorte...

Dortmunder
von Herbert_Hein | #4-2

Genau. Da lobe ich mir doch einen zünftigen 007-Film. Da kann man wenigstens ganz realistisch lernen, wie ein Angestellter eines Nachrichtendienstes so arbeitet...

12.11.2012
14:49
Der zweite Dortmunder Tatort...
von Woledo | #3

...hatte so wie schon der erste leider doch nur RTL II Niveau...

Der Film hatte eine zumeist hektisch dargestellte Handlung, der man sowohl inhaltlich als auch kameratechnisch oft nur schwer folgen konnte (oder wollte) und zeigte ein Ermittler-Team, das aus Typen bestand, dessen schauspielerische Leistung zu großen Teilen nur aus effekthascherischen Elementen bestehen sollte.

Zwar wirkten die von den m. E. eher mittelklassigen Schauspielern dargestellten Charaktere jeder für sich durchaus authentisch, doch das Bild, das sie von den Polizeikommissaren darstellten, deren Rolle sie ja nun mal spielten, das war so sehr von unrealistischen polizeilichen Hierachien und Umgangsformen gekennzeichnet, dass auch der geradezu absurd psychopatische Faber dabei nicht mehr störte sondern dem ganzen Unsinn lediglich noch die Krone aufsetzte.

Dass der Bürger Polizeiarbeit anders erwartet und versteht, als sie in Wirklichkeit ist, darf nach derartigen TV-Spektakeln nicht wundern...

12.11.2012
14:33
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.11.2012
14:05
Dortmunder
von wimmel | #1

Habe immer gedacht, gleich kommen Sie aus einer Schwarz/Weiß Kaue und fahren unter Tage, vielleicht noch auf einer Lohre :-))
Habe selten so viele Klischees in einem Film gesehen .

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