Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Kabarett

Dieter Hildebrandt plant Comeback - im Internet-TV

06.12.2012 | 16:21 Uhr
Dieter Hildebrandt will wieder Dampf ablassen - diesmal im Internet-TVFoto: dapd

München.   Die Kabarett-Legende Dieter Hildebrandt drängt es zurück auf die Mattscheibe. Der 85-Jährige 'Vater' der früheren ARD-Kabarettshow "Scheibenwischer" plant einen eigenen Internet-TV-Kanal. Senden will Hildebrandt ab dem kommenden Frühjahr. Aber noch sammelt er Geld für das Programm.

Der Name passt zu ihm: "Stoersender.tv" soll das Programm heißen, mit dem der Kabarettist Dieter Hildebrandt jetzt seine Rückkehr auf die Mattscheibe plant. Das halbstündige TV-Magazin, in dem der 85-Jährige einstige Vater des ARD-"Scheibenwischer" und der ZDF-"Notizen aus der Provinz" soll laut Hildebrandt im kommenden Jahr zu sehen sein - "regelmäßig", sagt der Kabarettist, und ausschließlich im Internet. Finanziert werden soll das Format über sogenanntes Crowdfunding auf der Plattform startnext.de. Die Kampagne dafür soll am Wochenende anlaufen. 125.000 Euro sind nötig.

Im Oktober 2003 war Hildebrandt zuletzt als Gastgeber des "Scheibenwischer" in der ARD zu sehen gewesen. Ab März 2013 will der Schauspieler und Buchautor gemeinsam mit dem Karikaturisten Dieter Hanitzsch bei seinem neuen Internet-TV-Magazin auftreten.

Hildebrandt will "regelmäßig" Stand-up-Kabarett bieten

Bei der Vorstellung des Projekts gab Hildebrandt am Donnerstag eine Kostprobe seines politischen Kabaretts. Bei "stoersender.tv" mache er eigentlich "was ich zuvor gemacht habe", nur "mit einem Ensemble", sagte der 85-jährige Münchner, der pro Jahr rund 160 Auftritte hat. Dies habe ihm gefehlt. Künftig wolle er sich gemeinsam mit Hanitzsch "ganz spontan aufregen", erläuterte der Kabarettist. "Wir nennen uns HiDi und HaDi - das klingt nach Dick und Doof." Während der Sendungen will er Hanitzsch unter anderem beim Zeichnen von Karikaturen beraten.

Dieter Hildebrandt beim ZFR

Der Karikaturist sagte: "Ich finde das spannend." Es reize ihn besonders, dass er "nicht einfach nur Zeichnungen mache", sondern "neben mir der HiDi sitzt" und sagt: "Könntest Du vielleicht noch etwas Böses reinmachen?" Projektleiter von "stoersender.tv" ist Hanitzsch' Sohn Stefan Hanitzsch. Er sagte, Hildebrandt werde "regelmäßig" in der zweiwöchentlichen Sendung auftreten und sei "der Anker" des Formats.

"Störsender"-Motto ist "Dampf ablassen"

Außerdem haben laut Hildebrandt bereits Kollegen wie Georg Schramm , Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig, Roger Willemsen, Gerhard Polt und Sigi Zimmerschied einen Gastauftritt in der Sendung zugesagt. Die Show laufe unter dem Motto: "Hier können Verrückte Dampf ablassen", schilderte Hildebrandt. Das TV-Magazin soll ab März 2013 für jeden frei zugänglich auf "stoersender.tv" abrufbar sein.

Finanziert werden soll das Format über sogenanntes Crowdfunding auf der Plattform startnext.de. Die Kampagne dafür soll am Wochenende anlaufen. Jeder kann das Projekt fördern. 125.000 Euro sind nötig, um "störsender.tv" zu starten. Wer sich beteiligt, soll mittels Umfragen die Entwicklung des Programms mitbestimmen können. Dabei hat jeder Förderer eine Stimme, unabhängig von der Höhe der Zuwendung.

Neben den Kabarettisten will die Plattform auch Aktivisten zu Wort kommen lassen und anhand von Reportagen informieren, wie Projektleiter Hanitzsch a erläuterte. Ziel sei ein "sehr vielseitiges, sehr anspruchsvolles" Programm. (dapd)      



Kommentare
Aus dem Ressort
„Kommissarin Lucas“ mit Ulrike Kriener erfindet sich neu
Krimi-Reihe
Das ZDF hat in diesem Frühjahr seine samstägliche Krimi-Schiene erneuert. Welche Konsequenzen hat das für angestammte Formate wie „Kommissarin Lucas“? Für die Krimi-Reihe mit Ulrike Kriener gilt: Selbst Massenware kann sich neu erfinden.
Der Bundesvision Song Contest feiert zehnten Geburtstag
RAAB
Stefan Raab erfand den Bundesvision Song Contest als Alternative zum ESC, den der kölsche Entertainer damals als verschnarcht empfang. Damals – das war vor zehn Jahren. Jetzt feiert Raab bei Pro Sieben Jubiläum. Und es sind eine Menge illustrer Gäste dabei.
Til Schweiger dreht "Tatort"-Doppelfolge in Hamburg
Tatort
Mit einer Doppelfolge soll Til Schweigers Action-Kommissar Nick Tschiller im Hamburger "Tatort" wieder mächtig aufräumen. Die neuen Episoden werden seit Freitag gedreht und führen die Geschichte vom Kampf gegen Clanchef Firat Astan fort. Schweiger hat seinen "Tatort"-Vertrag inzwischen verlängert.
RTL-Castingshow "Rising Star" endet mit schwachen Quoten
Castingshow
Das Finale der Castingshow "Rising Star" interessierte gerade einmal 1,38 Millionen Zuschauer. Die Show war wegen schlechter Quoten vorgezogen worden. Gegen die ZDF-Komödie "Charlottes Welt - Geht nicht, gibt's nicht" und die ARD-Show "Hirschhausens Quiz des Menschen" kam die RTL-Show nicht an.
Dieter Nuhr – der Kabarettist für die schlichten Weisheiten
Humor
Aus dem "Satire Gipfel" wird ab diesem Donnerstag "Nuhr im Ersten". Dieter Nuhr ist einer der beliebtesten Humorschaffenden im deutschen TV. Warum? Der Lehrer vom Niederrhein trägt gerne seine Gelehrsamkeit spazieren und sagt vornehmlich Sätze, denen kaum einer widerspricht.
Umfrage
Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

 
Fotos und Videos
Roter Teppich bei den Emmy-Awards
Bildgalerie
Fernseh-Oscar
Glaskasten für Galileo angeliefert
Bildgalerie
TV-Experiment
Die 20 "Bachelorette"-Kandidaten
Bildgalerie
Fotostrecke
The Voice Kids
Bildgalerie
Unterhaltung