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Filmpreis

Diese sechs Stars hoffen auf eine „Goldene Kamera“ 2016

11.01.2016 | 17:14 Uhr
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In „Tod eines Mädchens“ (ZDF) verleiht Barbara Auer „dem Zweiteiler den nötigen Glanz, um über 180 Minuten zu bestehen. Dabei gibt sie sich als Provinzermittlerin uneitel, doch ihre Präsenz lässt die Spannung knistern“.
In „Tod eines Mädchens“ (ZDF) verleiht Barbara Auer „dem Zweiteiler den nötigen Glanz, um über 180 Minuten zu bestehen. Dabei gibt sie sich als Provinzermittlerin uneitel, doch ihre Präsenz lässt die Spannung knistern“.Foto: imago

Hamburg.  Die Jury hat sechs weitere Nominierte für die „Goldene Kamera“ bekanntgegeben. Darunter sind Serien-Stars und Theatergrößen.

Die Kategorien „Beste deutsche Schauspielerin“ und „Bester deutscher Schauspieler“ sind die meistbeachteten bei dem Filmpreis „Goldene Kamera“. In diesem Jahr sind unter den Nominierten viele bekannte Fernsehgesichter, aber auch ein Schauspieler, den man hauptsächlich mit seinen Theater-Engagements verbindet.

„Barbara Auer ‘hat den Star-Appeal, den wir in Deutschland oft vermissen.’ In ‘Tod eines Mädchens’ (ZDF) verleiht sie ‘dem Zweiteiler den nötigen Glanz, um über 180 Minuten zu bestehen`“, heißt es in der Mitteilung zur Nominierung. Eine weitere Nominierte ist Maria Simon. Die Begründung der Jury zu ihrer Arbeit lautet: „Das Unheil kündigt sich schon in ihrer Mimik an: in den gekränkten Gesichtszügen, dem entrückten Blick. Je zurückhaltender sie spielt, desto unausweichlicher scheint der grausame Amoklauf. Brillant interpretiert.“ Simon wurde wegen ihrer Rolle im Film „Silvia S. – Blinde Wut“ (ZDF) nominiert.

Dagmar Manzel spielte im vergangenen Jahr in „Besuch für Emma“ (ARD). „Herrlich herausgespielt und ungemein glaubhaft ist der trockene Fatalismus, mit dem sich die Figur Emma gegen das Alleinsein stemmt. Mit sicherem Gespür sorgt sie dafür, dass diese so sensible wie hinreißend beschwingte Einsamkeitsstudie nie ins Klischeehafte abrutscht.“, lautet das Lob der Jury.

Zwei DDR-Serien bringen den Männern Nominierungen

In der Kategorie „Bester deutscher Schauspieler“ wurde Jörg Hartmann nominiert. Hartmann ist einem großen Publikum sowohl durch seine Rolle im Dortmunder „Tatort“ bekannt geworden. Nominiert wurde er aber wegen der Serie „Weissensee“ (ARD). Darin brillierte er erneut als Stasioffizier und spielte „ein abgründiges Ungeheuer, voller Kaltschnäuzigkeit und doch unwiderstehlich anziehend“, wie die Jury es schreibt. Auch der zweite Nominierte wurde wegen seines Beitrages zu einer Fernsehserie zum Thema DDR-Geheimdienst ausgewählt. „Jonas Nay beeindruckte mit seinen 25 Jahren bereits jetzt als ein Gesicht, das man nie mehr vergisst. Es ist großartig, wie er die achtteilige Thrillerserie „Deutschland 83“ (RTL) trägt“, ist in der Mitteilung zur Nominierung zu lesen.

Theaterschauspieler Michael Maertens überraschte die Jury in einem seiner seltenen TV-Auftritte als komödiantischer Tausendsassa in „Vorsicht vor Leuten“ (ARD): „Intelligente Komödien sind rar im deutschen TV. Dafür braucht es absolute Könner wie ihn. Mit wie viel Verve er den jovialen, durchtriebenen Schlawiner Schönleben spielt, ist höchstes Komödiantentum“, wie die Jury es formulierte. (ac)

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2016-01-11 17:14
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