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Die Stunde der Öffentlich-Rechtlichen

20.02.2012 | 14:43 Uhr
Die Stunde der Öffentlich-Rechtlichen
Joachim Gauck, Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten im Düsseldorfer Landtag spricht mit WAZ-Redakteuren. Bilder : Jakob Studnar - www.fotostudnar.de

Essen.   Der Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff, die Kür von Kandidat Joachim Gauck – sie waren eine Vorlage für die Öffentlich-Rechtlichen. ARD, ZDF und Phoenix nutzten sie. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Der Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff und die Kür von Joachim Gauck haben den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern gute Quoten beschert.

Das „Tagesthemen extra“ der ARD zu Wulffs Rücktritt am Freitagmorgen sahen 1,15 Millionen Zuschauer. Das entsprach einem Marktanteil von 15,7 Prozent, der weit über dem Senderschnitt lag.

„Tagesthemen extra“ am Freitag um 16 Uhr lockte 1,64 Millionen (11,6 Prozent) vor die Fernseher.

Am Sonntagabend langte die ARD hin

Nicht so gut liefen dagegen der „Brennpunkt“ (2,94 Millionen/8,9 Prozent) sowie „Günther Jauch spezial“ (3,33 Millionen/10,1 Prozent) am Freitagabend.

Ein sensationell großes Interesse verbuchte die ARD am Sonntagabend, nachdem Joachim Gauck als Kandidat für Wulffs Nachfolge feststand. „Tagesthemen extra“, unmittelbar nach dem „Polizeiruf 110“, interessierte 6,28 Millionen (17,5 Prozent), und die reguläre Ausgabe von Günther Jauch mit dem Überraschungsthema zog 5,52 Millionen (16,9 Prozent).

Auch das Zweite reagierte auf die Präsidenten-Affäre bereits am Freitag erfolgreich mit Sondersendungen. Das „ZDF spezial“ um 10.30 Uhr fand 0,88 Millionen Zuschauer (12,0 Prozent). Das Spezial um 12 Uhr verbuchte 1,14 Millionen (12,1 Prozent), um 16 Uhr 1,40 Millionen (10,5 Prozent).

ZDF verbuchte starkes Interesse mit mitternächtlichem „heute-journal spezial“

Ein deutlich stärkeres Publikumsinteresse verzeichneten die Mainzelmänner um 19.25 Uhr. Das „ZDF spezial“ hatte 3,63 Millionen Zuschauer (12,7 Prozent). Über noch bessere Marktanteile durften sich das „heute-journal spezial“ um 0 Uhr (1,92 Millionen/15,3 Prozent) und die Wulff-Doku „Rücktritt unter Druck“ (1,30 Millionen/13,1 Prozent) freuen.

Am Sonntagabend steigerte sich das Interesse an der ZDF-Berichterstattung aus dem Schloss Bellevue. Das „ZDF spezial“ um 18 Uhr fand mit 2,20 Millionen (9,3 Prozent) nur mäßigen Anklang. Dagegen lag Maybrit Illner mit ihrem Spezial um 19.15 Uhr deutlich überm Soll (4,28 Millionen/13,4 Prozent).

Phoenix bot fast 40 Stunden Programm

Zu den Siegern bei der Berichterstattung gehörte auch der öffentlich-rechtliche Info-Kanal Phoenix. Der Spartensender berichtete ab Freitagmorgen fast 40 Stunden lang in Sachen Wulff und Gauck, darunter mit der 10-stündigen Doku-Strecke „Die Nacht der Bundespräsidenten“. Der Erfolg gab Phoenix Recht. 1,3 Prozent Marktanteil lagen deutlich überm Senderschnitt. Die Spitze-Quote lag bei fünf Prozent.

Jürgen Overkott

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Kommentare
21.02.2012
19:21
Die Stunde der Öffentlich-Rechtlichen
von roosterkatze | #2

Tja, so berauschend ist das auch nicht wenn ARD / ZDF nichts anderes zu tun haben als über den Oberschnorrer Wulff zu berichten. Die Talkshows mit Mauichberger, Illner, Jauch , Plasberg und den anderen Witzblattfiguren konnte einem schon auf den Kaks gehen.
Hoffentlich hat Herr Gauck eine saubere Vergangenheit

20.02.2012
19:55
Die Stunde der Öffentlich-Rechtlichen
von oldbaer1 | #1

Für gute Information zahle ich gerne meine Gebühren. Was soll man auch von den Krawallsendern erwarten? Aber wieviele Menschen kennen Phönix eigentlich? Es gibt nicht nur Salesch und Co.!

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