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DFL-Spitze sucht Hilfe der Politik

17.08.2008 | 22:09 Uhr

MÜNCHEN. Die Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) will sich im Streit um die Vergabe der TV-Rechte der Bundesliga ab der kommenden Saison an die Politik wenden. "Wir müssen nach Berlin schauen. ...

... Die Beamten des Kartellamts sagen, es steht in den Gesetzen. In Berlin sagt man, dass es um EU-Recht geht und die EU sagt, dass es eine deutsche Angelegenheit ist. Wir brauchen Klarheit", sagte der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, in der DSF-Sendung Doppelpass.

Die DFL gerät langsam unter Zeitdruck, da das Bundeskartellamt auch den jüngsten Kompromissvorschlag der DFL hinsichtlich einer Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen abgelehnt hat. "Das ist vom Tisch", erklärte Seifert. Die DFL hatte vorgeschlagen, samstags um 19.30 Uhr eine frei empfangbare und 30 Minuten dauernde Zusammenfassung der Partien im digitalen Fernsehen zu zeigen. Diese "Mini-Sportschau" würde nach Ansicht des Kartell-amts aber nicht genügend Fernseh-Zuschauer erreichen.

"Wir sehen die Situation als Herausforderung. Es gibt noch keinen Grund, in Panik zu verfallen. Wir müssen aus der Situation das Beste machen, da hilft kein Hadern. Wir wollen auch unter den widrigen Bedingungen das Beste für die Klubs herausholen", erklärte Seifert, der sich nun eine neue Variante ausdenken muss, um das Milliarden-Geschäft (drei Milliarden Euro für sechs Jahre) mit dem Tochter-Unternehmen von Medienmogul Leo Kirch (Sirius) zu retten.

Das Kartellamt hatte von der DFL gefordert, eine zusammenfassende Berichterstattung von den Samstagsspielen der Bundesliga im Free-TV vor 20 Uhr zu garantieren. Dagegen verspricht sich die DFL durch mehr Exklusivität für das Pay-TV, die mittels einer Ausstrahlung erst ab 22 Uhr im frei empfangbaren TV gewährleistet wäre, höhere Einnahmen. (sid)

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