Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Serien

"Breaking Bad"-Star: Fernsehen erheblich besser geworden

22.05.2013 | 17:25 Uhr
"Breaking Bad"-Star: Fernsehen erheblich besser geworden
Das Fernsehen ist nach Ansicht von US-Schauspieler Bryan Cranston (57) in den letzten Jahren deutlich besser geworden.Foto: dpa

New York.  Serien sind heute viel ausgefeilter, viel anspruchsvoller, meint der 57-jährige Bryan Cranston. So etwas Simples wie in den 80ern würde sich jetzt keiner mehr bieten lassen.

Das Fernsehen ist nach Ansicht von «Breaking Bad»-Star Bryan Cranston in den letzten Jahren deutlich besser geworden. «Die Serien sind viel ausgefeilter, viel anspruchsvoller geworden», sagte der 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in New York. «In den achtziger Jahren war das Fernsehen doch sehr einfach, geradezu simpel. Das würde sich heute keiner mehr bieten lassen.»

Heute werde in einige Fernsehserien mehr Aufwand investiert als früher in Kinofilme. «Es ist viel komplexer geworden. "Polizeirevier Hill Street" war da ein Meilenstein - und aus heutiger Sicht ist diese Serie auch schon furchtbar verstaubt.»

"Zuschauer ernst nehmen"

Der Grund für den Wandel seien andere Bedürfnisse. «Die Konkurrenz zum Fernsehen ist einfach zu groß, nicht nur durch das Internet. Wir müssen sofort unterhalten und den Zuschauer ernst nehmen, sonst schaltet er schlicht das Gerät ab.» Zudem werde anders fern gesehen, vor allem im Internet und mit mobilen Geräten.

Bryan Cranston als Walter White in einer Szene der Serie Breaking Bad. (Foto: Frank Ockenfels/AMC/Sony)

«Wenn ich heute einem Jugendlichen sagen würde, Du musst jeden Mittwoch um zehn zu Hause sein, um Deine Lieblingsserie gucken zu können, würde der mich nur doof angucken.»

Cranston, einst der furchtsame Vater in «Malcolm mittendrin», wird seit Jahren als drogenkochender Ex-Chemielehrer Walter White in der Serie «Breaking Bad» (ab 13. August wieder auf AXN im Pay-TV zu sehen) gefeiert. Dabei verstrickt sich die Figur immer tiefer ins Verbrechen und setzt seine Familie aufs Spiel. «Ja, er hat tonnenweise Geld. Aber die Serie zeigt, dass es immer Kosten gibt. Alles hat seinen Preis, auch das Geld.»

Lesen Sie auch:
„Breaking Bad“ – ein Mann auf dem Abstieg

Schräg, schräger, „Breaking Bad“. Die Geschichte um den krebskranken Ex-Forscher und Chemie-Lehrer Walter, der sich als Drogen-Koch verdingt, um die Familie abzusichern, ist eine wahrhaft schwarze Serie. Arte zeigt sie ab Samstag.

Im Falle von Serienfigur White: «Dieser Mann verliert fast seine Familie und muss in ständiger Furcht leben.» Die Botschaft laute: Bleib bei Deinem Leisten. «Er hat viel gewonnen aber noch mehr verloren. So ist das, wenn man sich an den Teufel verkauft.» (dpa)



Kommentare
Aus dem Ressort
Die Staatsaffäre - so viel Merkel steckt in Veronica Ferres
Liebes-Komödie
„Die Staatsaffäre“ ist weniger eine Polit-Komödie als ein Liebesfilm. Veronica Ferres spielt die Bundeskanzlerin, die sich in den französischen Staatspräsidenten verliebt, mit ihm nachts Eier brät und versucht, die bilaterale Beziehung für die Politik auszunutzen.
Pfarrer erklärt seine Dusche beim Wort zum Sonntag
Ice Bucket Challenge
Pfarrer Gereon Alter aus Essen ließ sich beim „Wort zum Sonntag“ am Samstag in der ARD vor 1,8 Millionen Zuschauern mit Eiswasser duschen: Dass seine etwas andere Variante der „Ice Bucket Challenge“ seiner Würde als Pfarrer schadet, glaubt der Leiter der Großpfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel nicht.
25. Simpons-Staffel startet - Notlösung wurde zum Mega-Hit
Simpsons
Bei ProSieben startet die 25. Staffel der Simpsons. Die Serie startete angeblich als Notlösung – und ist heute eine der erfolgreichsten der Fernsehgeschichte. Auch wenn die Quoten in den USA seit einiger Zeit sinken, ist kein Ende der Simpsomania in Sicht. Doch die Figuren verändern sich.
Für Jörg Pilawa stecken App-Shows noch in den Kinderschuhen
App-Shows
Auf den meisten Smartphones sind Apps zu finden. Deutsche Fernsehmacher wollen die begehrten Alleskönner für sich nutzen - und legten mit ihren Ideen bisher eher Bruchlandungen hin. Woran liegt das? Moderator Jörg Pilawa hat die Theorie, Interaktivität sei vielleicht gar nicht erwünscht.
ARD lässt der Konkurrenz mit "Tatort" keine Chance
TV-Quoten
Kaum gibt es wieder frische "Tatort"-Ware im Fernsehen, schon reagiert das Publikum. Die österreichische Fassung mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser war am Sonntagabend unumstrittener TV-Sieger. In der bisherigen Jahresbilanz liegt das ZDF (13,7 Prozent) vor der ARD (13) auf dem ersten Platz.
Umfrage
Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?

Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?

 
Fotos und Videos
Roter Teppich bei den Emmy-Awards
Bildgalerie
Fernseh-Oscar
Glaskasten für Galileo angeliefert
Bildgalerie
TV-Experiment
Die 20 "Bachelorette"-Kandidaten
Bildgalerie
Fotostrecke
The Voice Kids
Bildgalerie
Unterhaltung