Boris Becker plaudert auf der Couch über Hochzeitspläne
02.03.2009 | 00:01 Uhr 2009-03-02T00:01:00+0100
Düsseldorf. Wetten, dass Sie das erwartet hatten? Nach der Aufregung um die Kotwette sollte die 180. Ausgabe der ZDF-Show „Wetten, dass...?“ doch gemütlich zugehen. Die Überraschung des Abends aber wurde auf dem Sofa verkündet: Boris Becker heiratet!
Es war die Überraschung des Abends. Am 12. Juni möchte Boris Becker seiner Lilly Kerssenberg in St. Moritz das „Ja“-Wort geben. Das verkündete er bei „Wetten, dass...?“ auf dem Sofa. Dabei sollte es nach der Kotwette doch eigentlich gemütlicher zugehen.
„Nicht schon wieder“, Thomas Gottschalk kippte entgeistert nach hinten. Ob diese ungewöhnliche Platzierung einer Verlobungserklärung geplant war oder nicht, wollten die 3350 Zuschauer in der Düsseldorfer Messehalle 6 dem Moderator nicht ganz abnehmen: Schließlich wurde schon vor der ungewöhnlichen Ansage ein brennendes Herz in die Halle geschoben, durch das Becker später als Wetteinlösung hindurchhechtete – auf ein Bett aus Rosen. Jener Hechtsprung erinnerte kurz daran, dass der rothaarige Herr mal Erfolge als Tennisstar feierte. Ansonsten drängte sich förmlich der Eindruck auf, dass Becker sich nur noch über Medien und Mädchen definiert. „Ich habe lange gesucht und die Suche hat mir Spaß gemacht“, gab er grinsend zu Protokoll, während aus dem Publikum dieser Zwischenruf ertönte: „Mein Gott, ist der Becker `ne Nulpe".
Zumindest seine Lilly hinterließ einen positiven Eindruck. Dass seine Mutter so gut kochen könne, er ihr zwar keine Überraschungen aber dafür lustige Unterhaltungen bieten könne - das glaubte man gern. Im Fernsehen nicht sichtbar: Nach dem Hechtsprung war Becker das Mikrofon hinten in die Hose gerutscht, weswegen er unschicklich hinaushumpelte. Währenddessen ließ sich Lilly Kerssenberg von Regisseur Jochen Alexander Freydank stolz seinen Oscar zeigen.
Uschi Blum brachte die Messehalle zum Toben
Beckers Liebesschwur zog sich wie ein roter Faden durch einen solide lustigen Abend, der wasserschlabbernde Huskys bot, einen spektakulären Reifenwechsel an einem nur auf dem Hinterrad fahrenden Motorrad, einen 12-Jährigen, der in Fußballschuhe biss, Studenten, die Holzklötzchen aus einem Jengaturm pusteten und einen Dartpfeile mit dem Fuß werfenden Österreicher. Als Stadtwette hüpften Herren über ihr eigenes Bein, dafür zahlte Gottschalk zwei Mönchengladbachern die doppelte Abwrackprämie. Die beiden sahen mit gemischten Gefühlen zu, wie noch in der Sendung ihr Auto verschrottet wurde.
Die Messehalle zum Toben brachte aber eine Dame, die 1978 den vierten Platz bei der Wahl zur Miss Dinslaken eroberte: Uschi Blum, die neue Figur von Hape Kerkeling. „Das Comeback des Jahres“, verkündete Gottschalk, mehrere Zuschauerinnen skandierten „Uschi“ und umringt von federbeboaten Damen und knappbelederten Jünglingen schwebte die füllige Dame herein: „Sklavin der Liebe – Geisel der Nacht“.
Oasis hinterließen wenig Eindruck
Diesem fantastisch zelebrierten Nonsens mussten sich Reamonn oder eine Soulsängerin wie Duffy (die für ihren Auftritt wohl extra auf ihr Höschen verzichtet hatte) glatt geschlagen geben. Oasis, sicherlich der Top-Act des Abends, hinterließen noch weniger Eindruck: Mit ihrer lässigen Arroganz, in sich gekehrten Blicken und etwas unvorteilhaften neuen Haarschnitten passten die Gallagher-Brüder einfach nicht in die linke Ecke einer Familienshow.
Auf der Couch tummelten sich Jennifer Aniston und Owen Wilson, die für ihren neuen Film warben und eigentlich eine gute Figur machten – bis sie um der verlorenen Wette willen ein Stück Hundekuchen essen mussten. „Deutscher Hundekuchen schmeckt besser als amerikanische Torte“, meinte Thomas Gottschalk, runter bekamen beide das Zeug aber nur schwer. Es folgte der Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank und später die deutschen Schauspieler Andrea Sawatzki und Heino Ferch (hübsch im Gymnastikanzug) sowie Heike Makatsch. Da mussten Aniston und Wilson schon wieder weg, „um ihren Flieger zu erreichen“, aber auch Uschi Blum bevorzugte nur einen kurzen Auftritt: „Wir haben noch einen Auftritt im Schlagerparadies Dormagen. Steuerfrei 800 Euro, die nehm’ ich doch mit!“
08:08
Nun schimpft doch nicht immer auf dem Bobbele rum! so lange er willige Hofschranzen findet und eine Hofberichterstatterin wie die WAZ, müsste er ja blöd sein, sich diese kostenlose Publicity entgehen zu lassen. Was die Leser wollen, ist die eine Sache. Aber Content ist halt king, gelle, Herr Lau?
17:46
... oh bitte ... was soll denn diese Volksverarschung ??? Fact ist das eine Sandy Meyer-Irgendwas (who is Sandy Meyer-Wölben??) kein Schwein kannte, bevor nicht Boris sich erbarmte, ihr zu einem bißchen PR zu verhelfen. Das dieses abgekartete Spiel von seriösen Zeitschriften so ausgeschlachtet wird ist der Witz des Jahrhunderts. Boris und Sandy lachen sich bestimmt seit Wochen tot! Aber, bitte, das dumme Volk will es ja nicht anders. Inzwischen ist Fräulein Sandy als Schmuckdesignerer, TV-Star usw. betitelt worden ... ha ha ha. Boris, hut ab, du hast wirklich großzügig der Tochter deines ehemaligen Trainers zum Ruhm verholfen ... Bobbele, kein vernünftiger Mensch hat dir abgenommen, diese Scarecrow je geliebt zu haben. Alsoooo, Nachrichten über Boris und Lilly (sie war auf jeden Fall eingeweiht) ja, aber, verschone uns bitte bitte mit der hässlichen Ex-Verlobte Sandy ... optisch und verbal eine Niete.
14:47
wetten dass , wie immer gut. hape sollte aber lieber wieder in holland frikandeln verkaufen als die leder tunte zu geben... grauenhaft und bestenfalls semi-witzig. Dem nulpen rufer meinen besten dank! :) DAS Highlicht !!!
Die Lili werden wir dann wohl zeitnah abgelegt im nächsten Dschungelcamp bewurdern dürfen. Man fragt sich warum Leute wie Becker überhaupt heiraten ? Vermutlich sponsored by Yellow-Press und alle Omis dürfen wieder das goldene Blatt vor Glück nassweinen...
12:18
Es ist ja nicht nur das Niveau der Sendung, das sinkt. Auch das Niveau der Artikel der WAZ (oder der WAZ allgemein) ist in einem steten Sinkflug. Wenn in der heutigen Ausgabe dieser Ex-Tennisspieler auf Seite 1 (mit Bild und im Komentar), auf Seite 4 (fast halbseitig inkl. Bild) und, auch auf Seite 4 in der Rubrik Nachrichten für Kinder auftaucht, muss die Frage nach der Ausrichtung der WAZ gestattet sein. Wird sie jetzt zur Frau im Spiegel auf Billigpapier. Liebe WAZler, überlasst den Zeitschriften solche Berichte, in einer Tageszeitung hat das in solcher Ausführlichkeit überhaupt nichts zu suchen.
11:50
Muss so ein ausführlicher Artikel in der WAZ stehen, ist dafür nicht die Klatschpresse zuständig ? Eine klitzekleine Mitteilung hätte vollkommen genügt, als ob nichts anderes Wichtiges passiert wäre. Das Niveau der WAZ fällt und fällt !
09:50
Das Niveau der Sendung sinkt immer tiefer. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (Kerkeling) muss man sich das Getue und Gehabe von B-Prominenz wie Boris Becker nicht antun.
09:43
@ Frau Schild von der Redaktion .
Was bitte hat Wetten Das und die Stars wie Becker Gottschalk etc mit Kultur zu tun ?
Ich denke sie sollten eine Rubrik eröffnen wie Ferner war da noch oder so ähnlich !!!
Da gibt es wichtigere Themen als soetwas !!!
07:48
Die Sendung wird immer flacher. Was aber auch im wesentlichen an Gästen wie Boris Becker liegt. Sein Wohnzimmer war Wimbledon, dort war er stark. Heute ist er eine Lachnummer, bewegt sich unsportlich und fett wie er ist, als benötige er eine neue Hüfte. Hat Boris eigentlich auch das Jahr erwähnt, in dem er heiraten will. Poor Lilly - einfach nur peinlich mit Bobele.......
06:58
Das Wetten Dass... die persönliche Plauder-Show von Gottschalk ist, müsste doch mittlerwile jeder gemerkt haben! Dumm nur, dass diese störenden Wetten immer dazwischen geschoben werden müssen...^^
Ich sehe mir schon seit Jahren die Show nicht mehr an, aber dass muss jeder für sich selber wissen, welche Art von Unterhaltung er bevorzugt!
Am Ende (ich glaube es war das Ende) bin ich beim zappen doch mal im ZDF gelandet und hab mich total darüber aufgeregt, dass 10.000,- € unserer Gebühren für das Verschrotten älterer Autos ausgegeben wird - da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln...
22:54
Es ist heutzutage eine Kunst, Millionen Menschen vor dem Fernseher zu vereinen - ebenso, wie Millionen Tonträger zu verkaufen. Diejenigen, die es können, wie Gottschalk und Bohlen, werden von denjenigen, die nichts erreicht haben, in der Luft zerrissen. Die Kommentarschreiber hier sind ein gutes Beispiel hierfür...