"Better Call Saul" startet auf Netflix in Deutschland

Bob Odenkirk spielt wie in "Breaking Bad" den windigen Anwalt Saul Goodman.
Bob Odenkirk spielt wie in "Breaking Bad" den windigen Anwalt Saul Goodman.
Foto: getty
Was wir bereits wissen
Mit "Better Call Saul" startet der Nachfolger der Kultserie "Breaking Bad" in Deutschland. Zu sehen ist das Spin-off auf dem Streamingdienst Netflix.

Washington.. Wenn die Nachfrage nicht zum Angebot kommt, muss man eben nachhelfen. Jimmy McGill, Anwalt am Rande des Prekariats, bastelt sich seinen eigenen Fall. Zwei Skateboard-Bengel sollen einen Verkehrsunfall provozieren. Der Plan: McGill übernimmt die Verteidigung, holt ein hübsches Sümmchen Schmerzensgeld raus. Und alles wird gut.

Der Plan geht schief. Die Dame, die den Jungspund auf die Motorhaube nimmt, während der andere ein Beweis-Video dreht, ist die Großmutter eines sehr unentspannten Drogen-Mexikaners. Solche Leute lassen sich nicht erpressen. Am Ende ist es McGills Überredungskunst zu verdanken, dass den "Unfall-Opfern" zur Strafe nur ein Bein gebrochen wird. Omas Enkel wollte sie häuten.

Auch die zweite Folge von „Better Call Saul“, dem just in den USA mit fulminantem Erfolg (sieben Millionen Zuschauer) angelaufenen Nachfolger der Kult-Serie „Breaking Bad“, hält, was die Macher um Vince Gilligan den Fans versprochen haben: schmieriger und zugleich liebenswürdiger als dieser McGill war noch kein Winkeladvokat im Fernsehen.

Sozialkritik und düsterer Humor

Dafür bürgt der Schauspieler Bod Odenkirk. Der Mann, der als schlitzohriger Saul Goodman für den Crystal Meth-Koch Walter White in „Breaking Bad“ das Gesetz bis zur Unkenntlichkeit verbog, ist als Jimmy McGill ein dauerzerknirschter Verbrecher mit Anwaltszulassung, dem nur einer ständig böse ist: Jonathan Banks. Der Mann mit den glasigen Augen, der in "Breaking Bad" den Killer Mike Ehrmantraut spielte, bringt in der neuen Serie als stoischer Parkplatzwächter die Hauptperson regelmäßig zur Verzweiflung.

Wer absurde Szenen, düsteren Humor, um die Ecke gedachte Dialoge, bittere Sozialkritik und genialische Kamera-Einstellungen mag, ist bei „Better Call Saul“ bestens aufgehoben - ab Mittwoch, 11. Februar, auch in Deutschland über den Internet-Dienst Netflix zu sehen.