Bei „Unser Star für Baku“ hat nur Roman Lob den Star-Faktor – Leonie und Rachel sind raus
27.01.2012 | 06:00 Uhr 2012-01-27T06:00:00+0100
Essen. Die Castingshow „Unser Star für Baku“ sucht nach dem Star-Faktor unter den Kandidaten. Doch lediglich Roman Lob und mit Abstrichen Yana Gercke und Shelly Philipps konnten überzeugen. „Unser Star für Baku“ schwankte zwischen Mittelklasse und Belanglosigkeit.
Was macht bei „Unser Star für Baku“ einen Star aus? Er darf auf der Blitztabelle nie in Gefahr geraten. Roman Lob war der einzige, der bereits nach der dritten USFB -Ausgabe auf eine so große Fangemeinde zählen kann, dass sein Weiterkommen beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) nie in Gefahr geriet.
Blitztabelle war der einzige Spannungsfaktor bei „Unser Star für Baku“
Die anderen neun USFB-Kandidaten mussten am Ende der Castingshow wieder zittern. Als in den letzten drei Minuten sich die Prozentzahlen der Kandidaten aus dem Zuschauer-Voting immer mehr annäherten, kam am Donnerstag zum ersten Mal echte Spannung bei „Unser Star für Baku“ auf. Ansonsten schwankte die Show gesanglich als auch musikalisch zwischen Mittelklasse und Belanglosigkeit.
Was „Unser Star für Baku“ fehlt, sind echte Typen. Die einen schauen verschämt auf den Boden, wenn die Jury mit Stefan Raab, Alina Süggeler und Präsident Thomas D. zu ihren Lobeshymnen ansetzt. Andere bekommen fast keinen Ton heraus, wenn sie direkt angesprochen werden.
Quälende Backstage-Interviews bei USFB
Bescheidenheit ist eine Zier und sollte den Kandidaten auch gar nicht negativ ausgelegt werden. Für den Unterhaltungsfaktor von „Unser Star für Baku“ ist diese Charaktereigenschaft wenig förderlich. Da ist die leicht ironische Art des Oberhausener Altenpflegers Sebastian Dey schon eine wohltuende Abwechslung.
Geradezu quälend gestalteten sich die Kurz-Interviews der Moderatorin Sandra Rieß , die die USFB-Kandidaten hinter der Bühne abfing und verzweifelt versuchte, ein intimes Backstage-Feeling aufzubauen – aber nicht zuletzt wegen völlig bedeutungsloser Fragen kläglich scheiterte.
Songs bei „Unser Star für Baku“ schlecht gewählt
Ein großes Manko der Top-Ten-Show von „Unser Star für Baku“ war zudem die Songauswahl der Kandidaten. Hatte Lena Meyer-Landrut bei „Unser Star für Oslo“ mit einer faszinierenden Treffsicherheit fern des Mainstreams die Zuschauer ein ums andere Mal überrascht und begeistert, so sorgte die Songauswahl bis auf wenige Ausnahmen eher für Langeweile. Es müssen ja nicht die klassischen 08/15-Casting-Show-Lieder sein, aber Gänsehaut-Atmosphäre fehlte bei den meisten ebenso wie mitreißende Auftritte.
Einer der wenigen Lichtblicke war Yana Gercke, die Roxanne von The Police gewählt hatte. Im Interview mit DerWesten hatte Yana Gercke angekündigt, dass sie bei „Unser Star für Baku“ rocken wolle. Mit Erfolg: „Du hast viel Mut zur Hässlichkeit in der Stimme bewiesen“, sagte Alina Süggeler. Und Stefan Raab attestierte der Schwester von „Germany’s next Topmodel“-Gewinnerin Lena Gercke eine „Monsterstimme“.
Roman Lob hat derzeit bei „Unser Star für Baku“ die Nase vorn
Auch Shelley Philipps gab eine gutes Bild ab und überzeugte die Jury als auch die Zuschauer. Zurecht an der Spitze der Blitztabelle von „Unser Star für Baku“ stand allerdings am Ende Roman Lob.
Der ehemalige Teilnehmer der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) lag bereits nach der Vorstellungsrunde weit vorne und hatte zu „Easy“ von The Commodores einen starken Auftritt. Um aber beim Eurovision Song Contest in Baku nicht auf den letzten Plätzen zu landen, muss sich auch Roman Lob noch gewaltig steigern.
Leonie Burgmer und Rachel Scharnberg sind raus bei USFB
Der Traum von „Unser Star für Baku“ war am Donnerstagabend für zwei Kandidatinnen aus NRW ausgeträumt. Rachel Scharnberg aus Köln und Leonie Burgmer aus Essen sind raus bei USFB.
17:41
@3
Wo ist denn in dem Artikel von WIR die Rede?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Stefan Raab beim ESC an Flaggen verdient ;) - nicht mal, dass er bei der Mehrzahl der schwarz-rot-goldenen Dekoartikel auch nur eine Provision abgreifen kann.
Natürlich gibt es das Nationalkollektiv nicht! Anders wäre ja schlimm.
09:54
Das war in der Tat mittelmäßig bis schwach was da von den allermeisten Kandidaten geboten wurde. Eigentlich hätten noch mehr ausscheiden müssen als die beiden og. Die Juroren dürften ruhig etwas kritischer sein.. Stattdessen haben sie versucht auch äußerst schwache Leistungen (z.B. vo Umut...) noch schönzureden. Ich fürchte aber - egal wer gewinnt - das wird in diesem Jahr nix in Baku.
07:44
Lassen Sie sich durch diesen vulgär-nationalistischen Rummel nicht täuschen. Es gibt kein "wir" und kein "uns" in diesem Sinne. Man gaukelt Ihnen die soziale Bindung an ein nationales Kollektiv nur vor. Ihnen ist die Rolle des Werbefernsehzuschauers und Ramschkonsumenten zugedacht. Sie sollen schwarzrotgelbe Blumenketten, T-Shirts, Fahnen und Autospiegelüberzieher, Star-CDs, Star-Poster, Star-Aufkleber, Star-T-Shirts und Star-Bettwäsche kaufen und zwischen den Star-Auftritten mit Werbe-Filmen zum Kauf von Sucht- und Ramschprodukten stimuliert werden. Und wenn "Ihr" Star oder wahlweise "Ihre" Fußball-Nationalmannschaft gewinnt, dürfen Sie auch mal mit Ihrem Auto hupend um den Stadtteil fahren und sich ein paar Minuten lang wie ein Gewinner fühlen. Danach aber schnell wieder vors Fernsehen! Die Raab und Co. aber verdienen sich dumm und dämlich an Ihren Arbeitergroschen und bezahlen davon ihren Südseeurlaub, den Klavierunterricht und die Privatschule für ihre Kinder. Solche reichen Leute bezahlen oft noch nicht einmal Steuern in der BRD. Mit ihnen gibt es kein "wir". Machen Sie nicht mit bei diesem vulgär-nationalistischen Rummel, der doch nichts anderes ist als Ausbeutung nach Feierabend. Gehen Sie lieber selber singen.
Sie haben vollkommen recht, aber in diesem Forum werden das höchstens 10% der Leser verstehen...
#3 Ich habs verstanden
Wer da anruft, darf sich über die Verwendung des Geldes nicht wundern oder aufregen. Geschieht ja alles freiwillig, ebenso wie das Gucken dieser Sendungen.
"Die Raab und Co. aber verdienen sich dumm und dämlich an Ihren Arbeitergroschen und bezahlen davon ihren Südseeurlaub, den Klavierunterricht und die Privatschule für ihre Kinder." - Das ist doch das schöne, dass man sich heute auch als Arbeiter eine ganze Menge leisten kann, übrigens auch einen Südssee-Urlaub oder Klavierunterricht. Das gab es ja zu Liebknechts Zeiten so gut wie nie. Da wurde der Arbeiter von Salonrevoluzzern wie Luxemburg und Co. aufgehetzt.
Ein Kommentar zu einem Gesangswettstreit wie aus der Mottenkiste. Das kommt davon, wenn man zuviel Zeit hat, in wirklich alles, was es so gibt, nationalistische oedr auch faschistische Dinge zu interpretieren. Kenn ich aus meinen Erfahrungen mit selbsternannten Revolutionären in den diversen autonomen Zentren zu Genüge. Allerdings habe ich selten soviel Intolleranz und faschistoide Denkansätze gesehen, wie bei den selbsternannten Antinationalisten in Verbindung mit dem Veganertum. Ich denke, aus dieser Richtung dürfte Stefan2 auch kommen.
Und jetzt mal wieder einen Brandsatz an die S-Bahn legen um damit gegen den Afghanistan-Einsatz zu protestieren.
Wander aus oder bring dich um, aber stör die Leute nicht, die wenigstens noch ein bisschen Anstand und ne gesunde Portion Nationalbewusstsein haben.
07:43
Ähm... "Easy" ist nicht von den Chili Peppers, sondern von Faith no more... das mal nur am Rande
"Easy" ist von den Commodores und wurde im Original von Lional Ritchie gesungen, aus dessen Feder der Song auch stammt, und wurde von Motown released. Darum gestern auch die Ansage, dass man eine Version hören werde, die zwischen Faith no more und den Commodores liege. Und es war so! Nicht ganz so gut wie von den Commodores und längst nicht so erbärmlich wie Faith no more.
Nur mal am Rande ... "Easy" ist im Original von Lionel Ritchie ;-)
07:05
Nach der "Ära" Lena Meyer-Landrut war klar, das alles kommende in dieser Casting-Show an ihr gemessen werden wird. Das ist allerdings total falsch.
Ne 2. Lena wirds nicht geben...weder bei USFB noch bei DSDS und auch nicht bei The Voice... sie war ein einmaliger Glückstreffer.