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Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?

05.12.2012 | 07:22 Uhr
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
Aus GEZ-Gebühr wird im Januar der Rundfunkbeitrag: Dann sind 17,98 Euro pro Wohnung fällig. Klingt einfach - aber natürlich gibt es Ausnahmen.Foto: Thinkstock

Essen.  Ab 2013 heißt die GEZ nicht mehr GEZ: Dann zieht der "Beitragsservice" den von "Gebühr" in "Rundfunkbeitrag" umbenannten Betrag ein, mit dem öffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio finanziert werden. Die Regel "eine Wohnung, ein Beitrag von 17,98 Euro" klingt einfach - trotzdem haben unsere Leserinnen und Leser noch fragen. Wir haben den WDR um Antworten gebeten.

Warum muss ich den Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro bezahlen , wenn ich keinen Fernseher besitze? Wird der Beitrag auch für unbewohnte Wohnungen fällig? Und was ist mit Wohngemeinschaften? Im Januar 2013 wird aus der GEZ-Gebühr der Rundfunkbeitrag – da tauchen viele Fragen auf. Christian Greuel vom Beitragsservice (bislang GEZ) des WDR und Susanne Hagen aus dem Bereich Presse und Information beim WDR antworten auf die Fragen unserer Leserinnen und Leser.

Warum muss ich etwas bezahlen, was ich gar nicht nutze und nicht will?

Die Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks basiert auf einem Solidarmodell, zu dem alle finanziell beitragen – unabhängig von dem persönlichen Nutzungsverhalten, das im Übrigen auch gar nicht überprüfbar wäre. Menschen, die bestimmte staatliche Sozialleistungen empfangen, können sich befreien lassen, Menschen mit Behinderung zahlen auf Antrag einen ermäßigten Beitrag. Durch das Solidarmodell ist es möglich, Sendungen für Minderheiten zu produzieren, die sonst aus Kostengründen nicht realisierbar wären.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk garantiert frei zugängliche Informationen für alle, überall in Deutschland. Die Programme von ARD und ZDF bieten Raum für verschiedene Ansichten, Werte und Lebenseinstellungen und damit die Grundlage für Meinungsvielfalt und Demokratie. Das Fundament dafür wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gelegt. Westdeutschland führte ein Rundfunkmodell nach britischem Vorbild ein: wirtschaftlich unabhängig und staatsfern organisiert. Der erste Schritt und Voraussetzung für eines der vielfältigsten Mediensysteme der Welt. Fast jedes europäische Land hat einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Garant für Meinungsvielfalt und unabhängige Berichterstattung in den Medien.



Kommentare
09.12.2012
11:45
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von notabadboy | #25

Andere Anstallten leben auch. Und das ohne Zwangsgebühren. Die öffentlich rechtlichen Sender klagen immer wieder über Geldmangel, leben doch aber im Gegensatz zu den Anderen von eingezogen Gebühren, weniger von Werbung oder ähnlichem. Wie wird dort eigentlich gewirtschaftet? Wenn wir im Mittelstand so arbeiten würden, könnten wir zu machen. Die Kunden würden wo anders hingehen. Wieso verschlüssel die Anstallten ihre Sender nicht einfach und nur der, der bezahlt, sie also sehen will, kann sie empfangen????????

09.12.2012
11:34
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von notabadboy | #24

Ich möchte keine öffentlich rechtlichen Sender mehr sehen. Also auch nichts mehr bezahlen. Wieso ist das nicht machbar ?

06.12.2012
11:53
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von staedter | #23

@NorbertOertgen
Ihr Vorschlag wäre die sauberste Lösung, scheitert aber daran, dass dann eben nicht mehr soviel Geld in dieses System gepumpt würde und insofern auch nicht diese horrenden Gehälter gezahlt werden könnten !!
So ist es halt viel einfacher, man bietet eine Dienstleistung an und jeder Bürger hat sie gefälligst abzunehmen oder zumindest zu bezahlen, ob er will oder nicht

05.12.2012
23:14
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von NorbertOertgen | #22

Das Staatsfernsehen sollte seine Programme einfach verschlüsseln, so wie das ja zB. bei Sky (ehemals Premiere) schon seit Jahr und Tag gemacht wird und fertig. Am besten so, dass man nicht das komplette Paket buchen muss, sondern auswählen kann, welche Stationen man empfangen will und welche nicht. Dann muss man auch nicht die Bürger per GEZ erpressen. Wers schauen will, kauft sich halt eine CI-Karte und wers nicht schauen will, wird in Ruhe gelassen. Oder man könnte zB. beim Kabelfernsehen die Sender frequenzmässig so anordnen, dass das Staatsfernsehen per plombiertem Sperrfilter ausgeblendet werden kann.

05.12.2012
20:44
Letzte Hoffnung Verfassungsgericht
von vantast | #21

Viele sind nicht arm genug, um befreit zu werden. Es gibt sogar Bürger, die kein Radio, keinen Fernseher und keinen PC haben, aus verschiedenen Gründen, taub, blind, gestreßt von dem Lärm und den schlechten Nachrichten usw.,will man von diesen Leuten das Geld vom Zoll oder der GSG9 abpressen, sie einsperren? Das ist allemal teurer. Die einzige Hoffnung für diesen bequemen Schwachsinn ist, wieder einmal, nur noch das Verfassungsgericht.

05.12.2012
16:23
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von Spatenklopper | #20

@ralfh2 #19


Wenn das alles wäre ginge es ja noch.

Beispiel WDR:
Studio:
Aachen
Bielefeld
Bonn
Dortmund
Duisburg
Düsseldorf
Essen
Köln
Münster
Siegen
Wuppertal

Wie es bei den anderen Regionalen aussieht weiß ich nicht, aber ich schätze nicht viel anders.

05.12.2012
15:48
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von ralfh2 | #19

Ich bin ein Freund der ÖRs halte das ganze System für stark aufgebläht. Natürlich soll staatsferne gewahrt bleiben. Trotzdem könnte man es einfach über die Einkommenssteuer regeln. In puncto Staatsferne würde ich es gutheißen, wenn die ersten zwei oder drei Führungsebenen nicht durch verdiente Parteigänger unsere politischen Parteien zum Selbstbedienungsladen gemacht würden. Wenn überhaupt nur passive Parteimitglieder in die Führungsebenen. Desweiteren halte ich die Vielzahl der Sender für überlegenswert. Hier die Liste der Fernsehsender: 3sat
Arte
BR
BR-alpha
Das Erste
DW-TV
Einsfestival
EinsPlus
hr-fernsehen
KiKA
MDR Fernsehen
NDR Fernsehen
Phoenix
Radio Bremen TV
rbb Fernsehen
SR Fernsehen
SWR Fernsehen
tagesschau24
WDR Fernsehen
ZDF
ZDFinfo
ZDFkultur
ZDFneo
Zwei überregionale und ein regionaler, vieleicht noch ein Kinder-/Jugend, -kanal sollte reichen. Durch diese Sparmaßnahmen kämen dann auf jeden Verdiener wahrscheinlich weniger als 10,- € heraus. Die anderen sind eh befreit.

05.12.2012
14:45
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von Spatenklopper | #18

"Pro Wohnung ist ein Beitrag zu zahlen – egal wie viele Menschen dort leben und welche Rundfunkgeräte sie haben."


Spontan fällt mir dazu das "Problemhaus" in Duisburg ein, knapp 400 gemeldete Leute unter einer Adresse in etwa 20 Wohnungen.
Wird es in Zukunft dann wohl öfter geben ;-)

05.12.2012
13:56
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von wissenhilft | #17

Eigentlich ist die Idee eines Solidarbeitrages für alle Haushalte gut und vor allem gerecht.
Allerdings gibt es ein paar dicke Haken:
1. Immer noch ist die GEZ-Inkasso zuständig, ein Einzug über bestehende Strukturen wie etwa Finanzämter oder Sozialversicherungen wäre sicherlich wesentlich günstiger.
2. Dazu kommt, dass die GEZ extra noch massiv Leute einstellt, obwohl doch im Grunde der gesamte Außendienst nun überflüssig ist, wie kann das sein?
3. Der Preis ist zu hoch, die Einsparungen durch den geringeren Aufwand werden nicht an den Bürger weitergegeben.
4. Studenten, die kein BAfÖG bekommen werden sich noch freuen, genauso wie Geringverdiener, denn eine Befreiung bekommt man nicht allein wegen geringem Einkommens. War aber zuletzt bei der GEZ schon so, eine bodenlose Ungerechtigkeit.
5. Ich erwarte vom ÖR Fernsehen Information, Werbefreiheit und keine X-te Kopie schlechten Privatfernsehens,dafür zahle ich auch gern,derzeit wird es aber eher schlimmer statt besser....

So nicht!

1 Antwort
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von Erpunktkapunkt | #17-1

Ich sehe die Sache aehnlich. Fuer gute Radioprogramme der Oeffentlich-Rechtlichen zahle ich gerne und davon gibt es einige. Bei den TV-Sendern ist es hingegen eine andere Sache, da muss ich zustimmen.

Zu Punkt 2: ich habe in irgendeiner Zeitung gelesen, dass dies ein großer Kritikpunkz ist, da die Aussendienstler noch intimere Details zur Datenerfassung aufnehmen sollen. Leider kann ich Ihnen nicht mehr sagen, auf welcher Internetseite, bzw. in welcher Zeitung ich diese Meldung gelesen habe. Es kann jedoch gut sein, dass es sich dabei um die SZ handelt.

05.12.2012
13:52
Aus GEZ wird Rundfunkbeitrag - Wer muss wie viel zahlen?
von Einschiessbock | #16

Ich freue mich immer auf diese Schnüffler, der letzte musste leider barfuss mein Grundstück verlassen.

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