ARD und ZDF spendieren jungem Angebot 43,7 Millionen Euro

Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor begrüßt das Budget für das junge Angebot: "Ich finde es einen großen Erfolg, dass wir es freigekämpft haben. Denn wir haben ja dafür kein zusätzliches Geld gekriegt."
Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor begrüßt das Budget für das junge Angebot: "Ich finde es einen großen Erfolg, dass wir es freigekämpft haben. Denn wir haben ja dafür kein zusätzliches Geld gekriegt."
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Was wir bereits wissen
Das neue Jugendangebot von ARD und ZDF soll mit einem Jahresbudget von 43,7 Millionen Euro starten. Das junge Angebot soll ab Mitte 2016 laufen.

Köln.. ARD und und ZDF wollen ihrem neuen jungen Angebot zusammen 43,7 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. Das sagte ARD-Vorsitzender Lutz Marmor am Mittwoch beim Medienforum NRW in Köln. "Es hieß immer "maximal 45 Millionen Euro"", erläuterte Marmor, der zugleich NDR-Intendant ist. "Da gab es einen Streit. Einige haben gesagt: "Das ist unheimlich viel Geld." Andere haben gesagt: "Das ist viel zu wenig." Wir reden jetzt über eine Nuance." Das geplante Angebot richtet sich an die 14- bis 29-Jährigen und beschränkt sich auf das Internet.

Verjüngung Er persönlich sei immer ein Unterstützer des jungen Angebots gewesen, betonte Marmor. "Ich finde es einen großen Erfolg, dass wir es freigekämpft haben. Denn wir haben ja dafür kein zusätzliches Geld gekriegt." Die Mittel hätten an anderer Stelle refinanziert werden müssen. Die maximal 45 Millionen Euro seien zudem ursprünglich für ein Multimedia-Angebot mit Fernsehsender kalkuliert gewesen. Auch dies habe in der Diskussion eine Rolle gespielt. "Das ist jetzt nur das Netz. 43,7 - das finde ich, ist ein Wort. Damit kann man eine Menge machen." Es gebe immer mehr Ideen als Geld. "Aber wenn es umgekehrt wäre, wäre es schrecklich." Geplant ist der Start des jungen Angebots für Mitte 2016. (dpa)