ARD holt Pocher ins EM-Team
18.04.2008 | 20:05 Uhr 2008-04-18T20:05:30+0200Auch Ex-Profi Mehmet Scholl soll die Berichte von der Fußball-Europameisterschaft beleben
Hamburg. Viele junge Zuschauer will die ARD zur Fußball-Europameisterschaft vor den Bildschirm locken. Oder an den Computer, denn alle Spiele werden erstmals auch komplett im Internet gezeigt. So tritt die ARD in Österreich und der Schweiz mit verjüngtem Team an. 31 Spiele stehen vom 7. bis 29. Juni an, 15 davon überträgt die ARD, 16 das ZDF. Das TV-Endspiel kommentiert SWR-Sportreporter Thomas Bartels (42) in Wien. Und für den Hörfunk ist unter anderem Manfred Breuckmann vom WDR vorgesehen.
Erstmals mit von der Partie: Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl (37) und Comedian Oliver Pocher (30). Zusammen mit Moderator Reinhold Beckmann wird Scholl drei Vorrundenspiele als Experte begleiten. Es soll aber kein Ersatz fürs Dreamteam Gerhard Delling und Günter Netzer sein, beteuerte Reinhold Beckmann gestern auf der ARD-EM-Pressekonferenz in Hamburg. Deshalb habe man die Zusammenarbeit zunächst auf diese drei Spiele begrenzt, die jeweils um 18 Uhr beginnen.
Pocher soll täglich Euro-Geschichten liefern. "Ich bin akkreditiert, habe Zeit und eine Kamera. Das ist eine fatale Kombination," freut sich der Fan von Hannover 96, der sich aufs Drumherum beschränken will. Sicher sei aber: "Der eine oder andere Spieler eignet sich garantiert für eine Parodie."
Um 20.45 Uhr sind dann in bewährter Manier Delling und Netzer an der Reihe. 2006 hatten sie ihren festen Standort in Köln, diesmal analysiert das Duo jeweils vor Ort. Und Monica Lierhaus wird wie weiland zur WM Infos und Interviews direkt vom Mannschaftsquartier der deutschen Elf am Lago Maggiore liefern, während Waldemar Hartmann mit seinen Gästen wieder Fußball guckt - mit Blick auf den Stephansdom und "ohne grünen Tee", wie der Sportjournalist versichert.
Die wichtigste EM-Frage beantwortete gestern aber Günter Netzer. Wer wird Europameister? - "Die deutsche Mannschaft hat sich unter Löw permanent weiterentwickelt", sagte der Experte, "mein Favorit heißt aber Italien. Deren Team hat hervorragende Leute, die schwer zu schlagen sein werden."
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