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Annette Frier spielt in "Und weg bist du" eine todkranke Frau

03.09.2012 | 17:08 Uhr
Annette Frier spielt in "Und weg bist du" eine todkranke Frau
Annette Frier als Jela mit ihrer FilmtochterFoto: Willi Weber, Sat.1

Köln.   „Danni Lowinski“ spielt am Dienstag eine krebskranke Frau. Diese Rolle sei „ganz sicher eine der größten Herausforderungen bisher“, sagt sie im Interview. Und spricht über eine weitere Rolle. In einer Hera-Lind-Verfilmung übernimmt sie den Part einer Operndiva.

Sie dreht wieder, das bringt ihren Termin-Plan völlig durcheinander. Annette Frier ist überraschend beim Dreh für die nächste Staffel von „Danni Lowinski“ 40 Minuten eher fertig, und sie weiß nicht genau, wie lange die Pause dauert. Da ist Flexibilität beim Interview gefragt. Frier mag die Rolle der Anwalt-Prolette mit Herz sehr, zugleich aber will und darf sie in diesem Herbst neue Facetten ihrer Persönlichkeit zeigen. In der Tragikomödie „Und weg bist du“ (Sat.1, Dienstag, 20.15 Uhr) spielt die 38-Jährige eine todkranke Frau.

Genauso spontan, wie sie im Interview daherkommt, hat sich die Bekenntnis-Kölnerin für die Rolle der krebskranken Jela entschieden. Sie sei „ganz sicher eine der größten Herausforderungen bisher“. Nach der Zusage kamen Zweifel, „wegen der Tragweite des Themas“. Doch dann kam Friers Ja umso entschiedener, auch weil sie sich auf die Zusammenarbeit mit ihrem Komödien-Partner Christoph Maria Herbst freute.

Fernsehprogramm
Sat.1 setzt auf neue Serien aus eigenem Haus

Christoph Maria Herbst kann mehr als „Stromberg“. Bei Sat.1 ist er an der Seite von Annette Frier, Ruth Maria Kubitschek und Emma Schweiger zu sehen. Aber der einst graumäusige Sender hat noch mehr zu bieten: Mit gleich vier neuen, eigenen Serien will Sat.1 punkten.

Bewusst entschieden hat sich Deutschlands beste Komödiantin auch für ein weiteres Projekt: In der Hera-Lind-Verfilmung „Schleuderprogramm“ am 13. September im ZDF gibt sie eine Opern-Diva, deren Hochmut durch einen Absturz bestraft wird – sie wird Hartz-IV-Empfängerin. „Das Konzept“, weiß Annette Frier, „ist am anderen Ende von Danni Lowinski“.

Danni und die Diva

Sie genoss es, eine überdrehte Frau spielen zu dürfen, die den Kontakt zur Wirklichkeit verloren hat. Mit dem Ergebnis ist Annette Frier zufrieden, sehr zufrieden: „Ich mag den Film total gerne, er ist alles andere als mittelmäßig.“ Was sie sagt und vor allem wie, geht weit über die berufsmäßige Werbung für den neuesten Film hinaus.

Was wäre, wenn sich Danni und die Diva per Zufall träfen? „Entweder eine Schlägerei oder ein Besäufnis“, erwidert Annette Frier prompt und lacht.

Karriere und Kinder

Die Kultur-Komödie wurde in Köln gedreht – wie „Danni Lowinski“. Das ermöglicht Annette Frier, Karriere und Kinder zu vereinen, zumal die Zwillinge Bruno und Josefina gerade mal vier sind. Dabei ist Improvisation hilfreich, oft mehr, als der jungen Mutter lieb ist. Sie komme „nicht drum herum“. Im Leben seien „sowieso nur vier Prozent planbar“. Da hilft ein Ohr für Zwischentöne, um auf überraschende Situationen angemessen zu reagieren. „Ich merke, wenn ich anderen Leuten auf den Sack gehe, und ich merke auch, wenn andere Leute mich anlügen. Und das kann ich gar nicht leiden, weil ich es selbst auch nicht tue.“ Dabei klingt die Fachfrau fürs Lustige ganz ernst.

Jürgen Overkott


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