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Interview

Achim Hagemann: Hackedicht nach Hause

27.03.2009 | 08:40 Uhr
Achim Hagemann: Hackedicht nach Hause

Recklinghausen. Mit "Der Popolski Show" macht der gebürtige Recklinghäuser Achim Hagemann alias Pavel Popolski Furore auf den Bühnen Deutschlands. Der aberwitzige TV-Ableger der Show (WDR) war für den Grimme-Preis 2009 nominiert. Um was in alles in der Welt geht's denn da eigentlich?

Polski-Deutsch und heftige Wodka-Schlücke: Im Popolski-Wohnzimmer geht's rund. Wie reagieren echte Polen darauf?

Die Popolskis mit Achim Hagemann (Mitte). © WDR

Hagemann: In unseren Konzerten sind mittlerweile rund 20 Prozent polnische Zuschauer und wir haben zwei polnische Fanclubs, was uns sehr freut. Allerdings gab es auch Beschwerden über den erhöhten Wodkakonsum. Naja, wir haben halt 100 Jahre Popmusik gefeiert, da kann es schon mal feucht fröhlich werden. . .

Spielen Sie bewusst mit solchen Klischees?

Hagemann: Natürlich. Wir haben polnische Freunde, die uns beraten und Texte übersetzen. Die hätten es nicht verstanden, wenn wir den Wodka weggelassen hätten.

Wie entstand die Idee der „Popolski-Show”?

Hagemann: Tatsächlich nach einer langen Feier mit polnischen Freunden. Hackedicht nach Hause und kurze Zeit später war die Idee da.

„Der Popolski-Show” ist aber auch ein Bühnenprogramm. Wie läuft's?

Hagemann: Toll. Wir wundern uns selber wie viele Leute mittlerweile zu den Konzerten kommen. Vor fünf Zuschauern haben wir angefangen, jetzt kommen oft über 1000.

Was macht Achim Hagemann, wenn er nicht Pavel Popolski ist?

Hagemann: Er sitzt im Studio und schreibt Musik für Fernseh- und Kinofilme.

Ist Comedy und Musik das Konzept der Zukunft?

Hagemann: Es ist auf jeden Fall eine sehr unterhaltsame und abwechslungsreiche Mischung.

Sie wurden an der Seite von Hape Kerkeling mit der „Hurz”-Nummer bekannt. Was kam danach?

Hagemann: Danach habe ich in meinem Düsseldorfer Studio als Filmmusiker gearbeitet und auch die ein oder andere Platte produziert. (Die Prinzen, Inga Humpe, Lars Reichow usw.)

Zieht es Sie manchmal noch nach Recklinghausen?

Hagemann: Klar! Mein Vater wohnt noch dort und auch der ein oder andere aus Schulzeiten ist noch im Ort. Mein Lieblingsplatz ist nach wie vor der Park am Ruhrfestspielhaus.

Mit einem Grimme-Preis hat es in diesem Jahr leider nicht geklappt.

Hagemann: Ja, aber wir sind in jedem Fall auch glücklich über die Nominierung!

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Gerhard Römhild

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