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EU-Kulturkommissarin für breitere Förderung von Kreativen

09.10.2012 | 15:58 Uhr
Foto: /dapd/Martin Oeser

Bei der Bekanntgabe der zwölf Preisträger des Literaturpreises der Europäischen Union hat EU-Kulturkommissarin Androulla Vassiliou den Willen der Kommission für eine umfangreichere Förderung von Künstlern bekräftigt. "Unser neues Programm 'Kreatives Europa' wird es uns ermöglichen, in Zukunft noch mehr Unterstützung für Autoren und kulturelle Vielfalt anzubieten", sagte sie am Dienstag.

Frankfurt/Main (dapd). Bei der Bekanntgabe der zwölf Preisträger des Literaturpreises der Europäischen Union hat EU-Kulturkommissarin Androulla Vassiliou den Willen der Kommission für eine umfangreichere Förderung von Künstlern bekräftigt. "Unser neues Programm 'Kreatives Europa' wird es uns ermöglichen, in Zukunft noch mehr Unterstützung für Autoren und kulturelle Vielfalt anzubieten", sagte die Politikerin am Dienstag auf der Frankfurter Buchmesse. Das Programm mit einem Budget von rund 1,8 Milliarden Euro soll mehrere bestehende Fördersysteme vereinen und eine Laufzeit von 2014 bis 2020 haben. Das Europäische Parlament und der EU-Kulturministerrat müssen das Programm noch verabschieden.

Nach Ansicht einer Sprecherin der Frankfurter Buchmesse wird dadurch die Art der Kulturförderung beträchtlich verändert: "In Zukunft gibt es nicht mehr nur reine Subventionen, sondern die EU haftet als Bürgin für Kredite von privaten Banken an Künstler. Kreative werden als kreditwürdig erklärt." Mit einem Garantiefonds möchte die EU den Kreativen leichteren Zugang zu Darlehen zur Finanzierung von Filmen oder ähnlich aufwendigen Werken ermöglichen. Zudem sollen alle Kreativbereiche aus einem Topf gefördert werden.

Zur Kulturförderung zählt auch der seit 2009 jährlich vergebene Literaturpreis der EU. In diesem Jahr werden sechs Autorinnen und sechs Autoren aus zwölf Ländern ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert, dazu wird die Übersetzung der Werke der Nachwuchsautoren vorrangig durch das EU-Kulturprogramm gefördert.

Ausgezeichnet werden in diesem Jahr: Anna Kim aus Österreich, Lada Zigo aus Kroatien, Laurence Plazenet aus Frankreich, Viktor Horváth aus Ungarn, Kevin Barry aus Irland, Emanuele Trevi aus Italien, Giedra Radvilaviciute aus Litauen, Gunstein Bakke aus Norwegen, Piotr Pazinski aus Polen, Afonso Cruz aus Portugal, Jana Benova aus der Slowakei und Sara Mannheimer aus Schweden. Sie werden am 22. November in Brüssel geehrt.

dapd

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