Es pumpt

Dass diese Jungs auf der brettharten Schiene unterwegs sind, macht schon der genretypisch brachiale Albumtitel deutlich: „Sons Of Guns“ nennt die süddeutsche Bluesrockkapelle Razzmattazz ihr zweites Studioalbum.

Was an dem – übrigens von der Krautrocklegende Eroc gemixten – Produkt aufhorchen lässt, ist der herrliche, aus der Zeit gefallene Retrosound. Der dürfte all jenen Musikfreunden Spaß bereiten, die auf den alten AC/DC-Sound der späten 1970er-Jahre stehen. Denn diese Band bietet eine Stimme versoffen wie Bon Scott; sie setzt ihre Songs mit Gitarrenriffs aus dem Bluesbetonmischer an und mit verzerrten Sounds, die eindeutig vom Spiel eines Angus Young inspiriert sind; dazu gesellt sich ein lakonisch pumpender Bass, dessen Spielmotto eindeutig lautet: Jeder verschiedene Ton zu viel ist reine Verschwendung. Also: Lederjacke anziehen, rechte Spur auf der Autobahn, Scheibe runter – und genießen.

Für AC/DC-Fans

Razzmattazz: Sons Of Guns, 7Hard/Vertrieb: Membran, erscheint am 13. Februar