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Empörung über Echo-Nominierung für Rechtsrock-Band Frei.Wild

05.03.2013 | 19:46 Uhr
Empörung über Echo-Nominierung für Rechtsrock-Band Frei.Wild
Frei.Wild ist für einen Echo nominiert - bereits zum zweiten Mal. In den sozialen Netzwerken herrscht Aufregung.Foto: Jan Dinter/WAZ FotoPool

Essen.  Die Rechtsrock-Band Frei.Wild ist für den Musikpreis Echo nominiert. In den sozialen Netzwerken hat das eine Welle der Empörung ausgelöst. Das Quartett geht pikanterweise gemeinsam mit den Ärzten in der Kategorie „Rock/Alternative National“ an den Start. Auch Heinos Nominierung sorgt für Ärger.

Die Nominierung der umstrittenen Südtiroler Band Frei.Wild für den Musikpreis Echo sorgt für Aufregung in den sozialen Netzwerken. Es ist nach 2011 bereits das zweite Mal, dass Frei.Wild, denen nationalistische Tendenzen nachgesagt werden, in die Auswahl für den Musikpreis kommen.

Das Quartett geht pikanterweise gemeinsam mit den Ärzten aus Berlin in der Kategorie „Rock/Alternative National“ an den Start. Die Ärzte aber haben seit dem vergangenen Jahr ihren Song „Schrei nach Liebe“ textlich verändert. In dem antifaschistischen Song heißt es nun bei Live-Auftritten der Band „zwischen Frei.Wild und den Onkelz steht ne Kuschelrock-LP“. Zahlreiche Fans regten sich auf, dass eine Band, die in ihren Liedern völkisches Gedankengut transportiert und deren Sänger eine Neonazi-Vergangenheit hat, in die Auswahl kommen konnte.

Frei.Wild sagten Festival-Auftritt nach Protesten ab

Das Echo-Reglement spricht hier jedoch eine eindeutige Sprache: „Bewertungsgrundlage: Die Bestplatzierten der offiziellen Top-100-Album-Charts vom 24. Februar 2012 bis 21. Februar 2013, ermittelt durch media control.“

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Irritation löste bei einigen Fans auch die Tatsache aus, dass die Band in der Kategorie „Rock/Alternative National“ nominiert ist, obwohl sie aus dem italienischen Brixen stammt und somit eigentlich „International“ hätte nominiert werden müssen.

Frei.Wild waren im vergangenen Monat mehrfach in die Medien gekommen wegen ihres Auftritts beim „With Full Force Festival“, bei dem nach Fan-Protesten erst Sponsoren abgesprungen waren und bei dem die Band anschließend freiwillig ihren Auftritt abgesagt hat , um das Festival nicht zu beschädigen. Die Band fühlt sich zudem von den Medien missverstanden und fehlinterpretiert.

Ärger um Heinos Echo-Nominierung

Ein weiterer Aufreger war die Nominierung von Heino, der aufgrund des Erfolges seines Albums „Mit freundlichen Grüßen“ in der Kategorie „Bester Künstler National“ nominiert wurde und den bis dahin als nominiert gehandelten Mic Donet verdrängte. Hier sorgte die Verlängerung des Bewertungszeitraums bis zum 21. Februar für das Nachrücken: Heinos Album erschien am 1. Februar und wurde kommerziell so schnell erfolgreich, dass die Verkaufszahlen den bis dahin nominierten Donet verdrängten. In der Vergangenheit war der Bewertungszeitraum Ende Januar zu Ende gegangen.

Als Topfavoriten mit sieben Nominierungen gehen Die Toten Hosen in das Rennen um die Echo-Verleihung am 21. März. Rapper Cro kann den Preis in sechs Kategorien gewinnen.

Georg Howahl

Kommentare
08.03.2013
15:15
Danke für nichts
von fidrmuc09 | #24

Wenn doch der kommerzielle Erfolg ausschlaggebend für die Nominierung ist, dann scheint die Musik doch viele anzusprechen. Abgesehen davon, dass diese...
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2013-03-05 19:46
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