Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Ausstellung

El Greco lockt 180.000 Besucher ins Museum Kunstpalast

10.08.2012 | 12:13 Uhr
180.000 Besucher haben die Erfolgsausstellung "El Greco und die Moderne" im Düsseldorfer Kunstpalast besucht.Foto: dapd

Düsseldorf.  Mit „El Greco und die Moderne“ hat der Düsseldorfer Kunstpalast fast seinen eigenen Besucherrekord geknackt. Seit April bewunderten 180.000 Menschen die Gemälde und Skulpturen des spanischen Künstlers El Greco. Die Museumsleitung hat mehrere Ideen, was die Besucher an seinen Werken fasziniert hat.

Mit voraussichtlich 180.000 Besuchern geht an diesem Sonntag die Ausstellung „El Greco und die Moderne“ im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zu Ende. „Das Publikum hat die Ausstellung dankend angenommen. Wir hatten bislang nur zweimal ähnlich viele Besucher“, sagte Generaldirektor Beat Wismer im dapd-Interview. Lediglich die Schau „Bonjour Russland “ mit Werken von Auguste Renoir, Paul Cézanne und Pablo Picasso aus dem Jahr 2007 habe noch mehr Menschen angelockt.

Sanierung
Museum Kunstpalast und kein Ende

Die Beseitigung der Baumängel im Museum Kunstpalast wird länger dauern. Bevor das in die Wege gebrachte Beweissicherungsverfahren nicht abgeschlossen ist, dürfen die Bauarbeiter nicht rein, um die Schäden zu beheben.

„El Greco und die Moderne war immer ein Thema in der Kunstgeschichte, man hat es nur nie gesehen“, erklärte Wismer. Die Gegenüberstellung von Werken des griechischen Künstlers El Greco (1541-1614) und der modernen Malerei habe die Bürger gereizt.

Junge und ältere Menschen hätten die Werke des Altmeisters bestaunt, Besucher nahezu aus der ganzen Welt seien zur Schau angereist. „Es ist ein sehr gemischtes Publikum“, sagte der Museumsdirektor.

„Ich bin ursprünglich ziemlich katholisch geprägt"

„Der Großteil kommt wegen der Malerei“, erklärte Wismer. Einige Besucher hätten vor religiösen Werken gestanden und gerätselt, ob das Jesuskind abgebildet sei. Wie zugänglich die theologischen Werke El Grecos seien, könne er nicht sagen. „Ich kenne das natürlich alles. Ich bin ursprünglich ziemlich katholisch geprägt“, sagte er. „Wir hatten auch viele Nonnen und Mönche im Museum“, fügte er an. Diese seien natürlich wegen der religiösen Darstellungen gekommen.

Große Kunstausstellung

„El Greco und die Moderne“ gilt nach Angaben des Museums als erste große Ausstellung mit Werken von El Greco in Deutschland. Noch bis Sonntag sind mehr als 40 Werke des Meisters des spanischen Manierismus zu sehen, insgesamt 100 Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen von Künstlern der Moderne werden diesen gegenübergestellt. (dapd)


Kommentare
Aus dem Ressort
Street-Art-Künstler Banksy stellt Fans vor neue Rätsel
Graffiti
Nach einer mehrmonatigen Schaffenspause hat sich der britische Künstler Banksy mit einer neuen Arbeit zurückgemeldet. In der englischen Stadt Bristol hat das Street-Art-Idol in der Nähe eines Jugendclubs ein Graffito auf einer Holztür hinterlassen. Fans und Behörden stehen nun vor neuen Rätseln.
Scherenschnitte von Matisse sind in London zu bewundern
Ausstellung
Intensive Farben, Bewegung und Frohsinn kennzeichnen die Scherenschnitte aus der späten Schaffensphase des französischen Künstlers Henri Matisse. Die Tate Modern in London widmet dem unumstrittener Erfinder dieser Kunstform jetzt mit "Henri Matisse: The Cut-Outs" eine große Ausstellung.
Paul Walkers Brüder sollen "Fast and Furious" komplettieren
Kino
Zwei Brüder des bei einem Unfall verstorbenen US-Schauspielers Paul Walker sollen die Produktion von "Fast and Furious 7" abschließen. Laut Produktionsfirma Universal sollen die Brüder helfen, "noch ausstehende Szenen ihres Bruders zu komplettieren und kleine Lücken in der Produktion zu füllen."
Pharrell Williams muss wegen "Happy" bei TV-Interview weinen
Welterfolg
Der Musiker Pharrell Williams ist beim Interview mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey in Tränen ausgebrochen. Grund ist sein Gute-Laune-Hit "Happy", der weltweit zum Phänomen geworden ist. Beim Betrachten von Videoclips mit Menschen aus aller Welt, die zu dem Song tanzen, weinte er.
Die umstrittene Autorin Sibylle Lewitscharoff wird 60
Geburtstag
Sibylle Lewitscharoff bezeichnete künstlich gezeugte Kinder als "Halbwesen" und zog Vergleiche mit der "Menschenzucht" der Nazis. Angst um ihr Renommée hat sie nach eigenem Bekunden nicht. Diesen Mittwoch wird die derzeit umstrittenste Figur der deutschen Literaturszene 60 Jahre alt.
Umfrage
Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

 
Fotos und Videos