Eine Supergroup – und viel Supermusik

Essen..  Keineswegs immer hält das Etikett „Supergroup“ ja auch das Versprechen: „Supermusik“. Jüngstes Mitglied in diesem Kreis ist eine Formation namens „Trigger Hippy“. Was die fünf Mitglieder nun auch unter dem Titel „Trigger Hippy“ (Universal, erscheint am Freitag, 9. Januar) abliefern, wird jedoch zumindest allen Freunden handgemachter, blues-, rock- und soulgetränkter Musik Spaß bereiten.

Sie passen zusammen

Die Besetzung sagt viel aus über den stilistischen Korridor, den die Musiker ausbreiten: An den Mikrofonen stehen Joan Osborne und Jackie Greene. Sie hatte Mitte der 1990er-Jahre mit „One Of Us“ einen Riesenhit, er arbeitete schon mit Größen wie Mark Knopfler und B.B. King. Es sind zwei Stimmen, die toll zusammenpassen, die gut in Form sind und aufs Schönste miteinander harmonieren. Man lausche nur den Duett-Passagen, wenn’s sanft und balladig zugeht, beispielsweise bei „Heartache On The Line“. Für den tiefenentspannten, bei Bedarf aber auch treibenden rhythmischen Teppich sorgen der Schlagzeuger Steve Gorman, Gründungsmitglied der „Black Crowes“, und der Bassmann Nick Govrak.

Und dann muss man natürlich ein bisschen vom Band-Gitarristen Tom Bukovac erzählen. Das ist einer jener Jungs aus der Nashville-Studioszene, die mit ihren unwiderstehlichen Sounds und Soli seit Jahren bestens im Geschäft sind (Joe Cocker, Taylor Swift, Bob Seger), die stilistisch aber auch wirklich alles beherrschen, was so unterwegs ist, und hundertfach bewiesen haben, dass sie über ein kaum schlagbares Timing verfügen.

Elf Titel enthält das Album, ein Ausfall ist nicht zu auszumachen. Jedoch jede Menge Inspiration in Sachen Southern-Rock („Turpentine“), Bluesrock („Nothing New“), auch Funkiges („Ain’t Persuaded Yet“). Zudem bietet die gesamte, offenkundig live eingespielte Produktion einen wunderbaren Sound.

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