Dreijähriger Junge im KZ Buchenwald versteckt

Der Fernsehfilm „Nackt unter Wölfen“ erzählt nach Motiven des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz aus dem Jahr 1958, wie wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein dreijähriges Kind in einem Koffer im KZ Buchenwald ankommt. Der jüdische Junge scheint dem Tod geweiht, doch eine Gruppe von Häftlingen versteckt ihn vor der SS. Um die Rettung des Kindes gibt es schwerste Konflikte unter den Gefangenen. Die einen wollen nicht kurz vor der absehbaren Befreiung „wegen eines Judenbengels durch den Schornstein gehen“, so ein Häftling. Andere sehen in der Fürsorge für den Dreijährigen trotz des großen persönlichen Risikos jene Menschenpflicht, die das Überleben erst erstrebenswert macht. Der Film unter der Regie von Philipp Kadelbach wird am Mittwoch, 1. April, um 20.15 Uhr anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Buchenwald in der ARD gezeigt. Anschließend folgt eine Dokumentation über das Lager.