Drei Stiftungen für Venedig

Essen..  Eine ungewöhnliche Allianz von gleich drei Stiftungen sichert die Finanzierung des Deutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig (9. Mai - 22. November). Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft sowie die Stiftung Mercator fördern den deutschen Beitrag mit 150 000 Euro.

Gestaltet wird der Biennale-Pavillon von Florian Ebner, Chef der Foto-Abteilung im Essener Folkwang-Museum; er hat die Künstler Olaf Nicolai, Hito Steyerl, Tobias Zielony sowie Philip Rizk und Jasmina Metwaly eingeladen, dort ihre Werke auszustellen.

Die drei Stiftungen möchten auf die Tradition der Fotografieförderung in Essen und den kreativen Geist des Reviers aufmerksam machen. Stephan Muschick von der RWE-Stiftung als Anstifter der Kooperation: „In diesem Fall bringt es mehr, die Kräfte zu bündeln statt Eigeninteressen in den Vordergrund zu stellen. Bürgerschaftliches Engagement geht damit neue Wege.“ Thomas Kempf, Vorstand der Krupp-Stiftung, erkennt zudem eine gewisse Tradition: Viele Künstler von Rosemarie Trockel bis Gregor Schneider seien schon in den Genuss einer Krupp-Förderung gekommen, bevor sie zur Biennale eingeladen wurden.