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Dortmund blickt auf 125 stolze philharmonische Jahre

15.10.2012 | 17:23 Uhr
Dortmund blickt auf 125 stolze philharmonische Jahre
125 Jahre Dortmunder Philharmoniker. Das Foto entstand während Festgala am 3.10.2012 im Konzerthaus DortmundFoto: Thomas M. Jauk

Dortmund.   1887 wurden Dortmunds Philharmoniker gegründet. Ihren 125. Geburtstag feiern sie eine ganze Saison lang. Zum Jubiläum können unsere Leser Karten gewinnen - für die großen Bruckner-Abende am 23. und 24.10.

1887 passiert in Deutschland allerhand. Kaiser Wilhelm legt den Grundstein für den Nord-Ostsee-Kanal. Emil Berliner hat so lange mit dem Grammophon herumexperimentiert, dass er ein Patent darauf anmeldet. Und in Dortmund wird: die Wicküler-Brauerei gegründet.

Ob es ein Wicküler war, mit dem Dortmunds Philharmoniker auf das eigentlich bedeutendste Ereignis anstießen, nämlich die 1887 datierte eigene Gründung? Sie hießen ja damals noch anders, „Hüttnersche Kapelle“. Georg Hüttner, war Dirigent, ein ehrgeiziger Mittzwanziger aus Franken. Während rundherum die Schwerindustrie zu Blühen begann, bildeten Hüttner und die Seinen die Ahnen des Orchesters, das jetzt 125 Jahre alt wird.

Stolz auf das Erreichte

Dass das ein Grund zum Feiern ist, steht außer Frage. Einerseits, weil man stolz sein darf auf das Erreichte. Stolz auf den Rückblick, auf große Dirigenten wie den legendären Wilhelm Schüchter (in Dortmund von 1963-1974) oder Marek Janowski (75-79), der Weltkarriere machen sollte, als er Westfalen verließ.

Aber ein Grund, es in dieser Saison philharmonisch so richtig krachen zu lassen könnte auch sein, dass man die Feste eben feiern muss, so lange sie fallen. Kürzungsauflagen und der Glamour des Dortmunder Konzerthauses mit seinen vielen Klassik-Stars: Das sind nicht unbedingt Garanten dafür, dass es die nächsten 125 Jahre leicht wird. Die Philharmoniker jedenfalls haben eine spannende Saison vor sich, in der manches nach Wunsch geht. Das Konzertprogramm vor allem. Viele Werke und Interpreten sind Wunschkandidaten. Es wird einen großen Wagner-Abend (Februar 2013) mit Jane Henschel geben, Anton Marik (Chef des Orchesters von 1996-2000) dirigiert ihn.

Everest der Spätromantik

Wiener Klassik und Bachs Johannes-Passion, Mahler und Britten. Man lässt wenig aus und befindet sich dieser Tage mit Generalmusikdirektor Jac van Steen auf dem Weg zu einem Everest der Spätromantik – zu Bruckners achter Sinfonie.

Es ist Jac van Steens letzte Saison. Leider. Man darf mit Spannung erwarten, wie er sie mit den Dortmunder Philharmonikern gestaltet. Und der nächste Markstein wartet schon. Zwei Abende lang (23./24.Oktober) werden sie im Konzerthaus „ihren“ Bruckner mit Wucht und Verve durchmessen. Das Orchester wird dort auch jene berühmten Stärken zeigen können, denen wir vielen hochklassige Wagner-Abende zu verdanken haben. Der Arbeitstitel des Abends sagt alles: „Monumentales Mysterium“.

Karten für die zwei Bruckner-Aufführungen gibt es unter Tel. 0231-5027222 - oder, mit etwas Glück, durch Ihre Zeitung.

Kostenlos zu Bruckners großer Sinfonie

6 x 2 Leser können kostenlos bei Bruckners „Achter“ dabeisein. Wer Karten möchte, sendet schnell eine Postkarte an: WAZ, Kultur, „125 Jahre Dortmunder Philharmoniker“. Friedrichstraße 47, 45128 Essen.

Einsendeschluss (Poststempel!) ist der 17.10.2012. Oder per Mail an waz.raetsel@waz.de (Einsendeschluss 17.10.2012, 23 Uhr). Bitte nennen Sie Ihren Wunschtermin 23. oder 24.. Die Gewinner werden ermittelt – und schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Lars von der Gönna



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