Die Spurensucher
16.06.2010 | 11:36 Uhr 2010-06-16T11:36:00+0200
Mülheim. Das Theater der Welt hat noch nicht begonnen, doch als jetzt schon gelungen kann man den Versuch sehen, viele verschiedene Spielorte in Mülheim einzubeziehen.
Unter ihnen ist etwa das Ruhrufer. Die Künstlerin Anna Rispoli will Fluss und Ruhrbania-Ufer mit Rock- und Barock-Musik und mit Licht in Szene setzen. „A piece of land“ – ein Stück Land – heißt diese Intervention von sozialem Raum mit den Mitteln der Kunst. Darin: Wünsche und Vorstellungen von Mülheimern über die Stadt als Wohn- und Lebensraum, die Rispoli im Vorfeld sammelte. Am Donnerstag, 1. Juli, beginnt die Premiere um 22 Uhr. Die Wiederholung gibt’s am 3. Juli.
Und gleich ein weiterer Mülheimer wird künstlerisch entdeckt: Ernst Adolf Steiger bzw. seine Sammlung über die Heilige Barbara. Zusammengetragen zu einer Ausstellung in der Villa Rauen hat sie der Schweizer „Spurensucher“ Hans Peter Litscher, der vor rund einem Jahr mit einer höchst augenzwinkernden Hommage an den Oberhausener Eisdielenbesitzer Friedrich W. Achenbach glänzte: „Gelateria Götterdämmerung“.
Drei Stücke aus Argentinien, Bangkok und Marrakesch
Handelt es sich bei dem neuesten Streich „Barbara – Rabarbara“ nun um Wahrheit oder grandiose Flunkerei? Am 2. Juli eröffnet die Ausstellung um 21 Uhr mit einem Volksfest. Im AZ führen der Videokünstler Ho Tzu Nyen und die asiatische Elektroband „The Observatory“ ein Endzeitszenario auf (1. Juli, 20 Uhr). Im Rio stellen sich Filmemacher aus Jerusalem, Manila und Taipeh mit ihren Werken vor (11. Juli, 19 Uhr).
Drei Stücke aus Argentinien, Bangkok und Marrakesch zeigt das Theater an der Ruhr. Darunter das im Vorfeld diskutierte „Insomnio“ (Schlaflosigkeit), dessen Dauer von über sechs Stunden mit dem ebenso langen Sterben einer Kakerlake beginnen soll. Ebenfalls drei Aufführungen sind außerdem im Ringlokschuppen zu sehen. In „Brave new worlds“ etwa betrachten Architekten, Schriftsteller und Maler aus u.a. Afrika und China die Spuren ihrer Kultur im fremden Land.
Der Startschuss für das Theater der Welt fällt elf Tage vor dem WM-Finale; am 30. Juni um 19 Uhr in der Stadthalle mit der Barockoper „Montezuma“. Infos und Termine unter www.theaterderwelt.de
14:33
Ich bin auch McNepps Meinung.
@ Redaktion
Beachten Sie bitte ab sofort den McNeppschen Einwand!
Und ich möchte auch hier drunter nicht von Ssaansche stehen haben.
Es heißt doch Ssaansches Beitrag! oder der Beitrag des Ssaansche
14:10
Immer wieder gern benutzt: der Vonativ (siehe S. Sick).
Profi-Schreiber sollten das besser können: z.B.
Das neue Gesicht Mülheims
Das neue Gesicht der Stadt Mülheim an der Ruhr