Die Hexer aus dem Musik-Labor

Schwerte..  „Gipfeltreffen“ war das Benefizkonzert überschrieben, und als ein solches wurde es auch vom begeisterten Publikum in der Rohrmeisterei in Schwerte empfunden: Die beiden bereits vielfach ausgezeichneten Nachwuchsformationen „Spark“ und „The Twiolins“ eiferten mit ihrem ausgeprägten Können förmlich um die Wette. Geboten wurde dabei das, was man neudeutsch als Cross-Over-Musik bezeichnet. Also unverbrauchte Interpretationen, die die Genres von Klassik, Folk, Jazz und Rock scheinbar mühelos miteinander verschmelzen lassen.

„Neue deutsche Welle der Klassik“

Als „Kammermusik für die Facebook-Generation“ hat beispielsweise die Wochenzeitung „Zeit“ das überaus innovative und unverwechselbare Zusammenspiel von „Spark“ einmal gerühmt. Und über „The Twiolins“ urteilte die „Coburger Neue Presse“ sichtlich beeindruckt: „Das ist die Neue deutsche Welle der Klassik.“

„Spark“ und „The Twiolins“, das sind in jedem Fall zwei weitgehend neue, immer frische und kreative Musikansätze. Zumeist aufbauend auf den Kompositionen der Klassik, werden diese in weitgehend modernen und maßgeschneiderten Arrangements auf eine ebenso verblüffende wie mitreißende Weise entstaubt.

Bei „The Twiolins“ eben für zwei Violinen, bei „Spark“ für Flügel, Cello, Violine und zwei Blockflöten. Gerade der Flöteneinsatz bringt dabei einen ganz außergewöhnlichen Sound, während das Cello zum respektlos rockigen Rhythmus-Instrument mutiert.

Neben dem klassischen Variationsrepertoire etwa von Telemann bis Mendelssohn-Bartholdy lassen sich die beiden Gruppen immer wieder auch auf zeitgenössische Werke ein. So entwickeln sich die Konzerte – wie auch jetzt in der Rohrmeisterei – zu wahren Musik-Laboren, denen die Experimentierfreude aus jeder gespielten Note schlägt. Und die Virtuosität aller studierten Musiker bildet natürlich die unbedingte Grundlage der vielschichtigen Interpretationen.

Weltweit auf Erfolgskurs

Die herausragende Qualität, die unter anderem auch schon mit dem „Echo Klassik“ („Spark“) ausgezeichnet worden ist, hat die jungen Künstler längst international bekannt gemacht. Überall in Europa, aber auch in Asien und in Amerika sind „Spark“ und „The Twiolins“ nach nur wenigen Profijahren im Musikgeschäft bereits gern gesehene Konzertgestalter. Es ist nicht zuletzt die Verbindung großartiger Präzision des Zusammenspiels, Klanggenauigkeit und ungemeine Dynamik, die die beiden Ensembles so außergewöhnlich machen.

In Schwerte wurden die Künstler auf Einladung des Rotary-Clubs Iserlohn-Waldstadt präsentiert. Mit ihrem umjubelten „Gipfeltreffen“ stellten sie sich in Dienst einer guten Sache, nämlich dem integrativen Förderprojekt „Sprache verbindet“, dem der Konzerterlös zugute kommt.