Die dritte Phil.Cologne in Köln ist gestartet

Im vergangenen Jahr war der Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi bei der Phil.Cologne zu Gast.
Im vergangenen Jahr war der Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi bei der Phil.Cologne zu Gast.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Mit der Veranstaltung "Vergeben und vergessen?" ist am Mittwoch die Phil.Cologne gestartet. Das Philosophie-Festival läuft noch bis zum 3. Juni.

Köln.. Zum dritten Mal lockt seit diesem Mittwoch die Phil.Cologne Vordenker und Nachdenker zum Festival der Philosophie nach Köln. Den Auftakt machte die Veranstaltung "Vergeben und vergessen?". Dabei ging es um die Frage, ob man Missetätern immer verzeihen sollte oder ob es auch unverzeihliches Unrecht gibt. Mit besonderer Spannung erwartet wird der griechische Außenminister Nikos Kotzias - er soll am Freitag die Frage beantworten "Wie rette ich ein Land?"

Literaturfestival Im "Kölner Stadt-Anzeiger" beklagte Kotzias die zerstörerische Kraft der Wirtschaftskrise in Griechenland. "Die Maschine, der Apparat, die Antriebskraft, die uns aus der Krise bringen können, ist der Mensch. Und diesem Menschen haben wir das Rückgrat gebrochen. Ihm fehlt jeder Optimismus, jede Perspektive - er träumt nicht mehr", sagte der Minister der Zeitung.

Beim Festival - einer Schwesterveranstaltung der Lit.Cologne - bis zum 3. Juni sind auch der US-Philosoph Michael J. Sandel ("Was man für Geld nicht kaufen kann"), der slowenische Vordenker Slavoj Žižek und die Schriftstellerin Siri Hustvedt dabei. Entertainer Harald Schmidt, Philosophin Susan Neiman und Medizinethikerin Christiane Woopen nehmen Jugendwahn und Altersweisheit unter die Lupe. Über das Leben mit dem Tod diskutieren Bergsteiger Reinhold Messner und Ex-SPD-Chef Franz Müntefering. Dem Vegan-Trend spürt der australische Philosoph Peter Singer nach. (dpa)