Deutscher Tanzpreis 2015 für drei Ausnahme-Künstler

Peter Breuers Sprünge waren genauso mühelos und perfekt wie seine Pirouetten. Noch heute begeistern seine alten Ballett-Filme. Und führen immer noch zu stehenden Ovationen, wie jetzt im voll besetzten Essener Aalto-Theater, als er den Deutschen Tanzpreis 2015 verliehen bekam. Und warum er als einfühlsamer Tanz-Erzähler seit 1991 am Salzburger Landestheater begeistert, war im Aalto mit „American Rhapsody“ (im Bild) zu erleben.

Eine Ausnahme ist auch Elisa Badenes, die mit dem Tanzpreis Zukunft geehrt wurde. Die 23-Jährige aus Valencia, die mit 21 bereits erste Solistin des Stuttgarter Balletts wurde, demonstrierte flirrende Spitzen-Technik und ihre alles überstrahlende Bühnenpräsenz.

Ein Glücksfall für den Tanz ist zudem Ricardo Fernando, Ballettdirektor in Hagen und geehrt mit dem Anerkennungspreis. Überzeugend wirkten seine künstlerisch ausgereiften Miniaturen zu Bachs „Goldbergvariationen’, die er mit seinem kleinen Ensemble von 14 Tänzern kreierte. Zu bewundern und vorbildlich ist aber auch die Beharrlichkeit des Brasilianers, der in der klammen Stadt Hagen das Ballett über alle Finanzkrisen hinweg gerettet hat. Foto: Sebastian Konopka