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Deutscher Jugendfotopreis

09.02.2010 | 11:00 Uhr
Foto: Beitrag zum Deutschen Jugendfotopreis von Swaantje Bruhn, 2006.
Foto: Beitrag zum Deutschen Jugendfotopreis von Swaantje Bruhn, 2006.

Bis 1. März können sich Fotografen zwischen zehn und 25 für den Jugendfotopreis bewerben.

Ins rechte Licht setzen sollen sie sich, ihren Alltag, ihre Träume abbilden. Das Objektiv auf das richten, was sie bewegt. Vielleicht ihr persönliches Wunderland erschaffen, eine Welt, die perfekt ist - zumindest für einen kurzen Moment, die Dauer der Belichtung. Das Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland will sie sehen, diese Fotos, und ruft alle, die zwischen zehn und 25 Jahren alt sind, hinter die Linse: Der Deutsche Jugendfotopreis geht in die nächste Runde. Noch bis zum 1. März können Kinder und Jugendliche ihre Welt in Bildern einreichen und Preise im Wert von insgesamt 14.000 Euro gewinnen.

Mit dem Auslöser Geschichten erzählen

Ob digital oder analog, ob Schnappschuss oder Fotomontage, ob teure Spiegelreflexkamera oder kleine Knipse: Was zählt, sei das Ergebnis, betonen die Veranstalter. Im Auftrag des Bundesjugendministeriums gehen sie seit nunmehr 48 Jahren auf Bildersuche. Manch renommierter Fotograf ist ein Kind des Jugendfotopreises, die Fotokünstlerin Katharina Bosse etwa oder die Fotografin Ute Eskildsen. Doch immer wieder verblüfft, was Jugendliche da mit geringen Mitteln auf Film oder Speicherkarte bannen, wie sie sich das Medium Fotografie einverleiben, mit dem Auslöser ganze Geschichten erzählen. „Das reicht von kindlichen Handy-Fotografien bis zu durchdachten Bild-Konzepten, die vor allem Design-Studenten bei uns einreichen“, erzählt Sabine Ostmann, zuständig für Konzept und Redaktion.

Beinahe magisch etwa wirken die Schmuckstücke, die Isabel Masri, Preisträgerin des Jahres 2008, in ihren Aufnahmen in Szene setzt. Ihre Wirklichkeit scheint wie gemalt, überrascht durch neue Blickwinkel. Auch Heike Geier wagte in ihren Arbeiten zum damaligen Sonderpreis „Ganz schön alt“ einen überraschenden Perspektivwechsel, fotografiert Männerglatzen gleich seltsam ferner Mondlandschaften. „Der Blick von Kindern und Jugendlichen ist oft unmittelbarer, direkter als der von Erwachsenen“, so Ostmann. „Sie setzen sich mit der eigenen Entwicklung auseinander, stellen sehr viele Fragen.“

Fotografieren "frei Schnauze"

Auch in diesem Jahr sind wieder kreative Ideen gefragt, Bilder, die starke Stimmungen vermitteln, von Persönlichkeit zeugen. Fotografiert werden darf „frei Schnauze“, was eben so vor die Linse kommt. In Szene setzen sollen die Jugendlichen aber auch ihr persönliches „Wunderland“, fantastisch und zauberhaft die für sie beste aller Welten kreieren. Ein Sonderpreis würdigt die Ergebnisse. Gern darf auch der Computer als Zeichenstab benutzt werden, den grauen Alltag magisch verfremden. Mit dem Imaging-Special „Next Level“ bietet der Wettbewerb ein Forum für Wunderland-Fantasien, die am PC gestaltet wurden und für neuartige Bilder im Grenzbereich von Fotografie, Games-Design und Medienkunst. Auch Gruppen-Arbeiten sind gefragt, gemeinsam geschaffene „Klasse(n)-Fotos“. Und wer den Dingen gern auf den Grund geht, Freude am journalistischen Fotografieren findet, mit echten Menschen echte Geschichten aus dem echten Leben erzählen möchte, detailliert und nah dran, der kann sein Talent beim „Reportagepreis“ versuchen.

So viel Engagement muss belohnt werden: Für die Gewinner stehen Preise im Wert von rund 14.000 Euro bereit. Dem materiellen Segen folgt die künstlerische Anerkennung. Die besten Arbeiten werden auf der Photokina präsentiert, einer bedeutenden Foto- und Imaging-Messe.

Damit die Auswahl nicht zu schwer fällt, darf jeder Teilnehmer 18 Aufnahmen einreichen. Entweder als Upload auf der Website des Jugendfotopreises oder per Post. Mehr Informationen zur Teilnahme unter www.jugendfotopreis.de oder per E-Mail: foto@kjf.de.

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