Der nächste Young bei AC/DC

Köln..  Die Autobahn zur Hölle ist Freitag mit leeren Flaschen gepflastert. Schulter an Schulter säumen Jim Beam, Jack Daniels und Johnny Walker den Olympiaweg vorm Kölner Stadion. Dahinter, auf der Jahnwiese, spielen AC/DC. Um 14.15 Uhr gibt es nur noch 20 Tickets an der Tageskasse. Ein Ticket kostet 100 Euro. Wenn Sänger Brian Johnson, Lead-Gitarrist Angus Young, Rhythmus-Gitarrist Stevie Young, Bassist Cliff Williams und Schlagzeuger Chris Slade um 20.45 Uhr loslegen, stehen vor der Bühne mit den Teufelshörnern acht Millionen Euro in Menschengestalt. 100 Euro mal 80 000 Fans. Zwei Stunden, 18 Stücke und zwei Zugaben später sind die, trotz Regen, rundum glücklich.

„Back In Black“, „Thunder­struck“, „Hell’s Bells“, „T.N.T.”, „Whole Lotta Rosie“ und „Let There Be Rock”, fette Anlage, fette Glocke, noch fettere Gummipuppe, Angus in Schuluniform, Gitarrensolo, ein Sänger, der sich die Seele aus dem Hals schreit, Riesenfeuerwerk – die australischen Starkstrom-Elektrisierer haben alles dabei. Nur Malcolm Young fehlt. Der ist jetzt dement. Stattdessen spielt Neffe Stevie. Parole: Der Rock rollt weiter. Toller Sound, tolle Stimmung.

Und zum Schluss „Highway to Hell“. Der muss. Sicher auch am 12. Juli in Gelsenkirchen – Tickets zwischen 79 und 340,52 Euro sind noch da.