Der Himmelsgarten bleibt weiter geschlossen

Bamberg..  Vor 1000 Jahren gründeten die Benediktiner in Bamberg das Kloster St. Michael - doch auch im Jubiläumsjahr bleibt die Klosterkirche mit ihrem berühmten Deckengemälde wegen Einsturzgefahr gesperrt. Die Schäden hätten ihn in einen regelrechten „Schockzustand“ versetzt, sagte der auf historische Gebäude spezialisierte Statiker Günter Döhring vor dem Bamberger Stadtrat. Die Kommune stellt nun 160 000 Euro für erste Sicherungsmaßnahmen bereit.

Schon seit 2012 darf niemand mehr den Kircheninnenraum betreten. Wie viel die Sanierung des zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Gotteshauses kosten wird, ist noch unklar. Man müsse wohl mit einem zweistelligen Millionenbetrag kalkulieren, sagte die Sprecherin.

So bleibt Touristen und anderen Interessierten noch auf Jahre hinaus der Blick auf das kunsthistorisch bedeutende Deckengemälde in St. Michael verwehrt: Der sogenannte Himmelsgarten zeigt fast 600 verschiedene Pflanzenarten und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts geschaffen. Nach Worten Döhrings waren es vor allem nachträgliche Einbauten aus der Barockzeit, die für den heutigen dramatischen Zustands des romanischen Bauwerks verantwortlich sind.

„Der Himmelsgarten ist in mächtiger Bewegung, die Seitenwände sind 13 Zentimeter gen Süden gedriftet“, erläuterte er.