Der Film muss weiblicher werden

Die Berlinale beginnt in dieser Woche und mit ihr ein Reigen aus glitzernden Abendkleidern, hohen Hacken und kunstvollen Frisuren: Die große Filmsause ist weiblich, jedenfalls, wenn man den Fotos vom roten Teppich glauben darf. Darf man aber nicht. Denn spätestens hinter den Kameras sieht’s anders aus.

Zwar sind noch 42 Prozent aller deutschen Regieabsolventen Frauen. Das Geld aber verdienen später die Männer: So zeigt eine Studie, dass der Deutsche Filmförderfonds im Jahr 2013 insgesamt 115 Filme mitfinanziert hat. Nur 13 davon hatten Regisseurinnen verantwortet. In Worten: dreizehn.

Mit der Initiative „ProQuote Regie“ machen sich deutsche Filmfrauen bereits stark: In drei Jahren sollen 30 Prozent der Fördermittel an Regisseurinnen gehen. Unterstützung bekamen sie jetzt von Kulturstaatssekretärin Monika Grütters. Die Zahlen im Regiebereich sprächen eine deutliche Sprache: „Da muss sich etwas tun!“ Nun will sie den Frauenanteil in der gesamten Filmbranche untersuchen lassen – und damit also auch den Männeranteil. Wollen wir wetten: Die männlichen Maskenbildner, Script Boys und Souffleure sind dramatisch unterrepräsentiert...