Der Fassadenbau am Berliner Schloss hat begonnen

Für 80 Millionen Euro soll die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses eine Sandsteinfassade erhalten. 2019 soll in seinen Mauern das "Humboldtforum" eröffnet werden.
Für 80 Millionen Euro soll die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses eine Sandsteinfassade erhalten. 2019 soll in seinen Mauern das "Humboldtforum" eröffnet werden.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses schreitet voran. Am Mittwoch haben die Arbeiten an der Fassade begonnen. Richtfest soll im Juni sein.

Berlin. Das rekonstruierte Berliner Schloss nimmt historische Gestalt an: Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) nahm am Mittwoch die ersten Sandsteinelemente des barocken Fassadenschmucks entgegen. Der Rohbau in den Ausmaßen der einstigen Hohenzollern-Residenz ist bis auf Restarbeiten am Dach und der Kuppel fertig. Nun beginnt die Rekonstruktion der Fassade. Der Sandstein stamme wie beim Original aus Schlesien und dem Elbsandsteingebirge in Sachsen, betonte Hendricks. Als erstes wurden Umrahmungen der Fenster im Erdgeschoss mit figürlichem Schmuck geliefert.

Die barocke Fassade soll komplett aus Spenden finanziert werden. Bisher seien mehr als 30 Millionen Euro zweckgebunden gespendet worden, davon 18,4 Millionen Euro für die insgesamt 80 Millionen Euro teure Fassade. Hendricks zeigte sich zuversichtlich, dass die fehlenden mehr als 60 Millionen Euro zusammenkommen. "Wir wissen von der Frauenkirche in Dresden, dass die Spenden deutlich mehr fließen, wenn die Leute sehen, wie schön es mal wird", so Hendricks.

Richtfest soll am 12. Juni gefeiert werden. Für den 13. und 14. Juni lud die Bundesbauministerin alle Berliner und Touristen zu Tagen der offenen Tür auf Deutschlands größter Kulturbaustelle ein. (dpa)