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Das zeigen die Theater der Region 2012

12.01.2012 | 12:35 Uhr
Das zeigen die Theater der Region 2012
„Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill kommt zurück zum Schauspiel Dortmund: Am 15. und 23. Februar und 11. März 2012 ist diese Wiederaufnahme zu sehen. Foto: Franz Luthe

Essen.  Von „Kabale und Liebe“ über „Die Dreigroschenoper“ bis hin zu den „Comedian Harmonists“: Diese und viele Premieren mehr stehen in der ersten Jahreshälfte 2012 in den Theatern der Region auf dem Programm. Wer schon längst mal wieder ins Theater wollte, hat eine große Auswahl.

Unglückliche Liebe, verrückte Familien gibt es nicht nur im richtigen Leben, sondern auch auf den Bühnen der Theater in der Region. In den Schauspielhäusern stehen im ersten Halbjahr 2012 jede Menge Premieren auf den Spielplänen. Ob bürgerliches Trauerspiel oder Beatbox-Theater, für jeden Geschmack ist in dieser Auswahl wohl etwas dabei:

Essen

„Kabale und Liebe“, das bürgerliche Trauerspiel von Friedrich Schiller, zeigt das Schauspiel Essen unter der Regie von Martina Eitner-Acheampong im Grillo-Theater. Premierentermin: 24. März 2012. Der Klassiker des Sturm und Drang erzählt von der Liebe der bürgerlichen Luise zum adeligen Major Ferdinand, die durch perfide Intrigen zerstört wird. Karten gibt es von zehn bis 30,90 Euro. Weitere Termine: 29. März um 19.30 Uhr und 1. April um 19 Uhr.

Mit tiefschwarzen Humor wirft „Richtig alt, so 45“ einen Blick auf eine fiktive, ungeduldige Leistungsgesellschaft. Jens Pesel hat die deutsche Erstaufführung des Stücks von Tamsin Oglesby inszeniert, die Premiere wird am 15. April im Grillo-Theater gefeiert.

Nach dem Roman von Peter Weiss haben Thomas Krupa und Tilman Neuffer „Die Ästhetik des Widerstands“ auf die Bühne gebracht. Premierenfeier im Grillo-Theater: 24. Mai 2012. Peter Weiss arbeitete zehn Jahre lang an diesem Werk und stellte es erst kurz vor seinem Tod fertig.

Bochum

Mit der Premiere von „Kleiner Mann - was nun?“ startete das Schauspielhaus Bochum bereits ins Jahr 2012. David Bösch inszenierte das Familiendrama um Liebe und Geld in der Wirtschaftskrise nach dem Roman von Hans Fallada. Weitere Termine: 12. Januar um 19.30 Uhr, 29. Januar um 17 Uhr, 8. Februar und 17. Februar um 19.30 Uhr. Karten gibt es von elf bis 27 Euro.

Eine Komödie über Gier der Menschen, wenn sie sich durch etwas einen Vorteil versprechen, bringt Sebastian Nübling mit „Volpone“ auf die Bühne des Schauspielhauses. Das Stück von Ben Jonson lässt alle Beteiligten für ihre Taten bezahlen, Theatergänger zahlen 17 bis 34 Euro. Premiere: 24. März 2012 um 19.30 Uhr.

Die letzte Premiere der Spielzeit 2011/12 gibt es am Bochumer Schauspielhaus am 23. Mai 2012: Intendant Anselm Weber inszeniert „Vor Sonnenaufgang“ von Gerhart Hauptmann. Er erzählt die Geschichte des Unternehmers Hoffmann, seines Jugendfreundes Alfred Loth, seiner Schwägerin. Alle verbindet eine Gemeinsamkeit: Vor Sonnenaufgang wird sich das Schicksal jedes einzelnen entscheiden.

Dortmund

„Und der Haifisch, der hat Zähne...“: Mit der Wiederaufnahme der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill startet das Schauspiel Dortmund ins Jahr 2012. Polly heiratet den Ganoven Mackie Messer. Ihr Vater Peachum, ebenfalls ein raffinierter „Geschäftsmann“, erklärt ihm den Krieg. Regie führt Martin Nimz. Es gibt nur drei Termine: 15. und 23. Februar und 11. März 2012.

Der Dortmunder Sprechchor steht in „Lessings Gespenster“ auf der Bühne des Schauspielhauses. Am 31. März um 19.30 Uhr feiert diese irrwitzige Reise durch die Trümmerhaufen der Geschichte Premiere. „Kainkollektiv“ (Alexander Kerlin, Fabian Lettow und Mirjam Schmuck) inszeniert diese Heimsuchung nach Lessings „Nathan der Weise“ von . Weiterer Termin: 6. Mai 2012.

Anton Tschechows „Drei Schwestern“ ist ab 19. Mai 2012 am Schauspielhaus Dortmund zu sehen. Bei diesem Drama in vier Akten führt Paolo Magelli Regie. Er inszenierte bereits im Frühjahr 2011 Lorcas „Bluthochzeit“ am Schauspiel Dortmund. Weitere Termine: 23. und 31. Mai, 8.,15., und 23. Juni sowie 1. Juli.

Düsseldorf

Harte Kost in Düsseldorf: Ein Mann sammelt drogenabhängige Frauen von der Straße auf und verschleppt sie in sein Haus, um sie zu „läutern“ und „gesund“ in die Freiheit zu entlassen. Als der Mann einen Jungen ins Haus bringt, gerät alles außer Kontrolle. „Tage unter“ heißt das Stück des norwegischen Dramatikers Arne Lygre, dass Stéphane Braunschweig inszeniert. Premiere: 14. Januar 2012 um 19.30 Uhr im Großen Haus. Karten kosten 25 bis 49 Euro. Weitere Termine: 16., 17. und 23. Januar, sowie 2., 3., 15., 22. und 23. Februar um 19.30 Uhr.

„Rausch“ ist ein Projekt von Hausregisseur Falk Richter und Anouk van Dijk. Das Projekt erzählt vom modernen Menschen, zeigt Szenen und Stimmungen, die sich wie Tracks zu einem Album zusammenfügen. Am 14. April wird die Premiere gefeiert.

Oberhausen

Klassiker in Oberhausen: Die Premiere von William Shakespeares „Sturm“ feiert das Theater am Will-Quadflieg-Platz am 24. Februar 2012 um 19.30 Uhr im Großen Haus. Der Opern- und Schauspiel-Regisseur Tilman Knabe, der zum Beispiel schon am Aalto-Theater in Essen arbeitete , inszeniert die Geschichte von Prospero, dem Herzog von Mailand. Tickets kosten 19 bis 30 Euro. Weitere Termine: 25. Februar, 2. März, 24. März, 29. April, 2. Mai, 9. Mai und 15. Juni 2012.

Eine weitere Premiere gibt es am 25. Mai 2012 mit „Amphitryon“ nach Heinrich von Kleist. Regie führt Sarantos Zervoulakos. Weitere Termine: 26. Mai, 1., 2. und 13. Juni 2012. Seine Inszenierung von Goethes „Iphigenie auf Tauris“ steht ebenfalls auf dem Spielplan des Theaters: 22. Januar um 18 Uhr, 29. Februar um 11 und 19.30 Uhr.

Hagen

„Veronika der Lenz ist da“ und „Ein Freund, ein guter Freund“ werden an diesem Abend garantiert zu hören sein: Am 4. Februar 2012 feiern „Die Comedian Harmonists“ Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen. Gottfried Greiffenhagen (Buch) und Franz Wittenbrink (Musikalische Einrichtung) bringen das musikalische Schauspiel auf die Bühne. Karten gibt von 15 bis 35,20 Euro.

Duisburg

Dem Autor Hepatitis und seinem Schauspieler Diabetes fehlt noch ein Schluss für ihre geplante Uraufführung. Zu dumm, dass sich ihre letzte Rettung, der „Gott aus der Maschine“, stranguliert: Das Stück „Gott“ von Woody Allen parodiert nicht nur die antike Tragödie, es setzt sich vielmehr mit dem Theater als Abbild des Lebens und seinen verschiedenen Ebenen auseinander. Am 21. Januar 2012 um 19.30 Uhr spielt es das Ensemble des Theater an der Ruhr unter der Regie von Roberto Ciulli. Tickets kosten neun bis 28 Euro.

Von der Antike geht es weiter ins Heute. Raus aus dem Alltag, ab auf Klassenfahrt: Am 7. Februar 2012 feiert das Masken-Beatbox-Theater „Klasse Tour“ von Michael Vogel und Ensemble Premiere. Tickets kosten zehn bis zwölf Euro. Weitere Termine: 8. Februar um 11 Uhr, 21. Mai um 19.30 Uhr, 22. Mai um 11 Uhr.

Kathrin Klottka



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