Darth Vader und Kollegen in Köln

Köln..  Darth Vader ist in Köln. Im „Odysseum“ sorgt jetzt die Ausstellung „Star Wars Identities“ für Aufsehen. Da trifft man im Restaurant etwa auf Mitglieder der Imperialen Sturmtruppen, und zwar in kompletter Uniform. Und der langhaarige Bursche draußen vor der Tür in einer langen Tunika mit weiten Ärmeln ist nicht vom letzten Mittelalter-Festival übriggeblieben, sondern ein Jedi.

High-Tech am Handgelenk

Denn hier taucht man ein in die Welt der Skywalkers und Han Solos. 80 bis 90 Minuten braucht es, um durch die Ausstellung zu gehen, und alle, die wissen, dass der Pod-Renner nicht von Apple erfunden wurde und „Chewbakka“ keine neue Apfelsorte ist, sondern ein Wookie, haben Spaß daran. Staunend steht man dann vor dem vergoldeten Kostüm des Protokoll-Droiden C-3PO. Ganz zu schweigen natürlich von dem stets schwer atmenden Mann mit der schwarzen Maske, der am Ende des Rundgangs als Höhepunkt auf die Besucher wartet: Darth Vader.

Zwei von rund 200 Ausstellungsstücken sind das, die nun bis zum 20. September in Köln mit viel Aufwand präsentiert werden. Alles Originale, oft Unikate. Wohl deshalb stehen sie oft hinter Glas oder einer Absperrung. Viel anzufassen oder auszuprobieren gibt es nicht.

Dennoch ist die Ausstellung interaktiv. Am Eingang gibt es einen Audio-Guide, der zur Begrüßung mit Ewokstimmen aufwartet und sich an ausgewählten Exponaten automatisch mit Informationen meldet. Hardcore-Fans werden dabei nichts Neues erfahren, Otto-Normal-Jedi aber weiß eher nicht, dass für Darth Vaders Kostüm seinerzeit genommen wurde, was gerade da war – etwa ein deutscher Helm aus dem Zweiten Weltkrieg und eine Gasmaske. Und der weise Yoda kommt einem so bekannt vor, weil ihn die Make-Up-Künstler an Albert Einstein angelehnt haben.

Ein schwarzes Gummi-Armband speichert in der Ausstellung die Entscheidungen, die die Besucher an zehn Computerstationen treffen können und die viel über den eigenen Charakter verraten sollen. Mensch oder Ewok, Händler oder Kopfgeldjäger, handwerklich geschickt oder eher sprachbegabt? Für oder gegen den Imperator? Wer alle Fragen beantwortet, bekommt am Ende seinen eigenen Star-Wars-Charakter zugemailt.

Diese Schau ist eher für ältere Jugendliche und junggebliebene Ältere ein Vergnügen – zumal, wenn sie Star-Wars-Fans sind. Viel gibt es zu lesen, manches ist nicht einfach zu verstehen. Kinder kommen erst im Andenken-Shop auf ihre Kosten: Kleine Laserschwerter als Essstäbchen gibt es da – für 19 Euro. Ohnehin sollte man vor dem Besuch der Ausstellung seine Bank des Vertrauens konsultieren: Erwachsene zahlen mindestens 21,95 Euro, Kinder 15,95 Euro.