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Buchmesse: Plädoyer für den stationären Handel

09.10.2012 | 15:12 Uhr
Foto: /dapd/Sebastian Willnow

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, hat von der Politik mehr Einsatz für Buchhändler gefordert. Was er vermisse, sei ein Bekenntnis zum unabhängigen Buchhandel, sagte Honnefelder laut Vorabmeldung am Dienstag bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse: "Das machen uns die Franzosen vor."

Frankfurt/Main (dapd). Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, hat von der Politik mehr Einsatz für Buchhändler gefordert. Was er vermisse, sei ein Bekenntnis zum unabhängigen Buchhandel, sagte Honnefelder laut Vorabmeldung am Dienstag bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. "Das machen uns die Franzosen vor." Die französische Kulturministerin kritisiere offen die Wettbewerbsvorteile, die global agierende Buchhandelsunternehmen durch den steuerbegünstigten Sitz in Luxemburg hätten. Dort liegt der Mehrwertsteuersatz für E-Books bei drei Prozent, in Deutschland bei 19 Prozent.

"Der unabhängige Buchhandel ist mehr als nur ein Vertriebsweg, denn Literatur entsteht in Wechselwirkung mit der Kultur ihrer Verbreitung", betonte Honnefelder. "Eine Bildungsnation braucht den stationären Buchhandel."

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