Berns Museum klagt über Verzögerung

Bern..  Das Kunstmuseum Bern beklagt Verzögerungen im Fall Gurlitt. Durch die Forderung einer Cousine des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt nach dessen Erbe ziehe sich die Rückgabe von Raubkunst in die Länge, hieß es in einer Mitteilung des Museums vom Dienstag.

„Der Stiftungsrat bedauert diese von ihm nicht beeinflussbare Verzögerung, umso mehr, als dadurch auch die Abwicklung der bereits geklärten und vom Kunstmuseum Bern befürworteten Restitutionsfälle beeinträchtigt wird.“

Bislang habe sie zwar noch nicht alle erforderlichen Unterlagen eingereicht, sagte der Sprecher der Cousine Uta Werner. Allerdings habe sie immer wieder betont, der Rückgabe von Raubkunst – unabhängig von juristischen Fragen – nicht im Weg stehen zu wollen. Der im Mai vergangenen Jahres gestorbene Cornelius Gurlitt hatte seinen kompletten Besitz inklusive der millionenschweren, umstrittenen Kunstsammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht. Uta Werner zweifelt das Testament an.