Berlinale mit großem deutschen Nachwende-Kino

Berlin.. Der neue Film von Andreas Dresen, Stars wie James Franco, Helen Mirren und Robert Pattinson: Die Berlinale-Woche startete am Montag mit deutschem Kino und Glamour. Mit Dresen („Halt auf freier Strecke“) ging der dritte und letzte deutsche Kandidat ins Rennen um die Bären-Trophäen. Der schon mehrfach preisgekrönte Regisseur erzählt in „Als wir träumten“ eine chaotische, düstere und zugleich poetische Geschichte aus dem Leipzig der Wendezeit - nach der Vorlage des Bestsellers von Clemens Meyer.

Als wir träumten“ erzählt von Jugendlichen, die zur Wendezeit in Leipzig ihre Grenzen austesten. Die Jungs – gespielt unter anderem von Merlin Rose, Julius Nitschkoff und Marcel Heuperman - machen einen Techno-Club auf, müssen sich gegen Neonazis wehren, finden Selbstbestätigung im Boxen, suchen nach Liebe und sprechen reichlich Alkohol und Drogen zu.

„Der Roman ist wild, anarchisch, böse und düster – aber auch zärtlich, liebevoll und warm. Und er hat eine verrückte, chaotische Struktur, die perfekt der Zeit entspricht, in der er spielt“, sagt Dresen. Dem Regisseur ist ein kraftvolles Porträt einer beinahe verlorenen Generation gelungen.

Dresen (51) lobte die Berlinale als das „großes Volksfest des Kinos“. Bei der Dresen-Premiere stand auch die Ehrung der Nachwuchstalente an. Der deutsche Shooting Star war diesmal Jannis Niewöhner (22, „Saphirblau“).

Teenie-Schwarm Robert Pattinson (28), Star der „Twilight“-Vampirfilme, spielt im Berlinale-Special „Life“ von Anton Corbijn den Fotografen Dennis Stock, der James Dean vor dem Durchbruch in Hollywood entdeckte. In Berlin gestand Pattinson: „Als ich so 16 oder 17 Jahre alt war, hat man einfach immer eine James-Dean-Imitation gemacht – egal, was die Rolle war.“ Er habe vor allem versucht, die Körpersprache zu imitieren. Aber: „Wer immer mich gesehen hat, hat sich wahrscheinlich gefragt, was ich da tue!“