Autor David Safier freut sich über "Buxtehuder Bullen"

David Safier während eines Pressegepsprächs im Januar 2014. Mit seinem Roman über den Aufstand im Warschauer Ghetto überzeugte er die Jury des  Literaturpreises "Buxtehuder Bulle" einstimmig.
David Safier während eines Pressegepsprächs im Januar 2014. Mit seinem Roman über den Aufstand im Warschauer Ghetto überzeugte er die Jury des Literaturpreises "Buxtehuder Bulle" einstimmig.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
David Safier den renommierten Jugendliteraturpreis - wie vor ihm auch schon Michael Ende oder Gudrun Pausewang.

Bremen/Buxtehude.. Der Bremer Autor David Safier erhält den renommierten Jugendliteraturpreis "Buxtehuder Bulle". Mit seinem Roman "28 Tage lang" setzte er sich unter acht nominierten Titeln durch. "Das kam sehr überraschend", sagte der 48-Jährige am Mittwoch. Als sein Telefon am späten Dienstagabend klingelte, saß er gerade mit seiner Frau und Freunden beim Essen. "Danach haben wir gleich angestoßen."

Safier war klarer Favorit

Safiers Roman über den Aufstand im Warschauer Ghetto war der klare Favorit der Jury. Sowohl die elf Jugendlichen als auch die elf Erwachsenen sahen diesen auf Platz eins. In der Vergangenheit sei das nicht immer so eindeutig gewesen, sagte die Leiterin der Buxtehuder Stadtbibliothek, Ulrike Mensching. "28 Tage lang" erzählt die Geschichte der jungen Mira, die 1943 zusammen mit anderen polnischen Juden im Ghetto Widerstand gegen die deutschen Besatzer leistet.

Literaturpreis Die Auszeichnung beweise, dass dieses Thema die jungen Leser immer noch interessiere, sagte Safier. Das freue ihn besonders. Der Schriftsteller wurde bekannt mit Komödien wie "Mieses Karma" oder "Jesus liebt mich", 2012 mit Florian David Fitz verfilmt. Demnächst soll sein Roman "Happy Family" als Animationsfilm erscheinen.

Buxtehuder Kulturgut

Den "Buxtehuder Bullen" hatte der Buchhändler Winfried Ziemann 1971 ins Leben gerufen. 1981 übernahm die Stadt Buxtehude die Trägerschaft. Die Stahlstatue geht zurück auf den Stier aus dem Kinderbuch "The Story of Ferdinand". In früheren Jahren ging der Preis unter anderem an Gudrun Pausewang, Michael Ende, Jostein Gaarder, die "Bis(s)"-Reihen-Autorin Stephenie Meyer und Suzanne Collins für "Die Tribute von Panem". (dpa)