Astrid aus der Dalagatan

Die Dalagatan ist eine typische Straße in Stockholms Vasaviertel, eine Allee mit fünfstöckigen Häusern, ruhig, unaufgeregt. Und auch das Haus mit der Nummer 46 ist ganz und gar durchschnittlich, unten ein Restaurant, Tische auf dem Bürgersteig, oben Fenster mit Blick auf den Vasapark.

Aber, denkt euch nur: Im Park läuft ein Zwergenpaar Schlittschuh! Und in der Gasse dort lebt einer, der Karlsson heißt – auf dem Dach!

Sechzig Jahre lang hat Astrid Lindgren in der Dalagatan 46 in Stockholm gewohnt. Nun, 13 Jahre nach dem Tod der Schriftstellerin, will Lindgrens Enkel die Wohnung für Besuchergruppen öffnen. Dann können sie mit eigenen Augen sehen, was bisher nur ein virtueller Rundgang ermöglichte (www.astridlindgren.se): Eine Stadtwohnung voller Bücher und Kunst, in der nur der weiße Esstisch Bullerbü-Flair verbreitet. Und ein weißes Kinderbettchen am Rande des Salons. Hier lag einst Lindgrens Tochter mit Lungenentzündung und bat: „Mama, erzähl mir eine Geschichte!“

Und Lindgren erzählte, spontan und fantasievoll. Von einer, die Pippi Langstrumpf hieß.