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An der Emscher soll der „Speed of Lights“ leuchten

17.07.2013 | 18:52 Uhr
An der Emscher soll der „Speed of Lights“ leuchten
Speed of Light an der Jahrhunderthalle – hier ein Foto von den Proben.Foto: Christian Nielinger/RTG

Bochum.   Athleten für einen zügigen Halbmarathon gesucht. Helligkeit in Bewegung: Vom 3. bis zum 5. Oktober läuft die Lichtkunst-Aktion mit 120 Läufern, die Lichtanzüge tragen und in der Dämmerung leuchten werden. Das Gelände ist der Emscher Landschaftspark - zwischen Herten und Bochum, Gelsenkirchen und Essen sowie Oberhausen und Duisburg.

Leichtathletik trifft Lichtkunst im Emscherpark. So könnte man das große Kunstprojekt vom 3. bis 5. Oktober in sechs Ruhrgebietsstädten zusammenfassen. Nach der Extraschicht ist „Speed of Light Ruhr“ das zweite große Jahres-Projekt der Ruhr Tourismus GmbH mit dem Regionalverband Ruhr. Drei Abende lang werden 120 Läufer un­terwegs sein. Die Regie beim sportlichen Lichtkunstspektakel führt die schottische Künstlergruppe NVA, bekannt für Installationen, die den öffentlichen Raum neu gestalten.

Speed of Light an der Jahrhunderthalle – vor dem Start der Läufer (Probenfoto).Foto: Christian Nielinger/RTG

Anfang Oktober ist der Emscher Landschaftspark das Terrain für das Licht-Event. Sechs „Schlüsselorte“ wurden ausgeguckt, dort wird es jeweils größere Choreographien der Laufsportler geben. Auf der Halde Hoheward in Herten fällt der Startschuss, dann läuft die Truppe bis zur Jahrhunderthalle in Bochum (3.10.). Am Folgetag beginnt der Lauf am Gelsenkirchener Nordsternpark und endet auf Zeche Zollverein in Essen. Der letzte Tag sieht das Centro Oberhausen und den Duisburger Landschaftspark Nord als Eckpunkte (immer 19 bis 22 Uhr). Zum Konzept gehören einheimische Läufer (die werden ab sofort gesucht) und ein Choreograph aus dem Revier.

Und ab geht’s: Speed of Light.Foto: Christian Nielinger/RTG

Ferngesteuerte Farbgebung

Der wurde mit Pipo Tafel gefunden. Der an der Folkwang-Universität ausgebildete  Tänzer und Medienkünstler verspricht Arbeiten, welche individuell ausfallen. Die Läufer werden mit eigens designten LED-Anzügen ausgerüstet, die ferngesteuert ihre Farbe, Leuchtfrequenz und Lichtstärke verändern. Das Lichtkunstspektakel ist vor allem als Fest für Fotografen konzipiert. Doch auch als Kunst-Happening soll es funktionieren. Der Eintritt ist frei, Die Ruhr-Tourismus GmbH rechnet pro Station mit gut zweieinhalb Tausend Besuchern.

Gesucht werden trainierte (!) Läufer. Sie müssen einen Halbmarathon in unter zwei Stunden absolvieren können und elf Abende lang Zeit haben. Bewerbungen unter:
www.speed-of-light-ruhr.de.

Tom Thelen



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