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Alexander Calder

Alexander Calder und seine Mobiles

Zur Zoomansicht 22.07.2011 | 10:38 Uhr
Alexander Calder ist vor allem mit seinen kinetischen Skulpturen berühmt geworden.  Der 1898 geborene amerikanische Künstler ...
Alexander Calder ist vor allem mit seinen kinetischen Skulpturen berühmt geworden. Der 1898 geborene amerikanische Künstler ...Foto: imago stock&people

Vor allem seine Mobiles machten den 1976 gestorbenen Künstler Alexander Calder berühmt.

Am besten denke ich in Draht, erklärte Alexander Calder sein Schaffen. Seine Mobiles nahmen der Kunst ihre Statik und setzten an deren Stelle Bewegung und Zufall.

Wie seltsame Insekten sehen sie aus, die fragilen Drahtensembles, mit denen Calder Kunstgeschichte schrieb. Zunächst angetrieben von kleinen Motoren, später nur dem Luftzug ausgesetzt, spielen seine Arbeiten mit der Balance. Sie schweben grazil im Raum, wirken spielerisch, beinahe lyrisch. Marcel Duchamp prägte für die Constructions animées et sonores den Begriff Mobiles.

In den bewegten Installationen verbindet Calder technisches Geschick und spielerische Kunst - ein Grund für seine große Popularität. In einer breiten Schau zeigte die Washingtoner Gallery of Art bis vor kurzem 250 der über 16 000 bekannten Werke Calders.

Am 22. Juli 1898 wurde Alexander Calder in Pennsylvania in eine Künstlerfamilie hineingeboren. Bereits sein Großvater arbeitete als Bildhauer. Doch Calder besuchte zunächst ein Technikum und ging erst im Alter von 24 Jahren an eine Zeichenschule in New York. 1926 zog es Calder, nachdem er zwischenzeitlich Witzblätter illustriert hatte, nach Paris.

Wie ein Schwamm, so berichten Biographen, sog der junge Mann alles in sich auf, ließ sich von Künstlern wie Miro , Léger, Arp oder Mondrian inspirieren. Nach ersten gegenständlichen Plastiken beginnt Calder mit der abstrakten Bildnerei zu experimentieren. Es entstehen die tektonisch-schweren, von Hans Arp Stabiles getauften Gebilde und die leichten Mobiles - Wegweiser der Kinetik.

Wie schön wäre es, wenn sich alles drehen würde: Beeinflußt von Miros Formensprache und Mondrians Farbtheorie hebt Calder seine Kunst aus den statischen Angeln. Er formt ein rhythmisch strukturiertes Universum, in dem der archimedische Punkt aufgegeben wird. An seine Stelle tritt ständige Mobilität, die sich in immer neuer Balance austariert. Ein Sinnbild der Moderne.

Bereits seine ersten abstrakten Werke fanden weltweite Beachtung - nicht nur bei der Kunstkritik. Später ergänzten Drahtplastiken, Zeichnungen und Drucke, aber auch Haushaltsgegenstände, Spielzeug, Schmuck und Textilien sein reiches Werk. Alexander Calder starb am 11. November 1976.

Weitere Informationen zu Alexander Calder und zu seinem Werk gibt es auf der Homepage der Calder Foundation.

DerWesten

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