Aber der Wagen, der rollt...
28.01.2009 | 17:06 Uhr 2009-01-28T17:06:00+0100
Ein monumentales Show-Spektakel verlegt das legendäre Quadriga-Rennen in die Dortmunder Westfalenhalle (11. & 12.10.) und den Düsseldorfer ISS Dome (7. & 8.10.). Welt-Premiere feiert die Mischung aus Pferdeoper und Sandalen-Epos im September in London.
In Zeiten trüber Zukunftsprognosen hilft nur eins: groß denken! Und größer als das, was sich Produzent Franz Abraham mit seinem Mammutprojekt „Ben Hur Live” vorgenommen hat, geht's kaum: „Die Show wird den Speed eines Broadway-Musicals, den Anspruch großen Theaters, die Power eines Rockkonzertes und die Opulenz eines Hollywood-Blockbusters in sich vereinen”, verspricht der Veranstalter und setzt damit eine Tradition fort: Schon die Kino-Umsetzung des Stoffs von 1959 zeichnete sich nicht eben durch Bescheidenheit aus. Gigantisch auch der Erfolg bei den Academy Awards: Elf Oscars konnte das Monumentalwerk einfahren.
7. & 8.10. (jew. 20.30 Uhr) im ISS Dome Düsseldorf
11. (20 Uhr) & 12.10. (15.30 Uhr) in der Westfalenhalle Dortmund
Karten sind für 35-128 € in den Geschäftsstellen und Leserläden der WAZ-Mediengruppe erhältlich: 01805 / 280 123.
Bei der Live-Umsetzung 50 Jahre später soll es nicht weniger spektakulär zugehen. Tatsächlich wagt man sich auch an eine Kopie der unvergesslichen Wagenrennen-Szene. Am 15.9. wird die Produktion in London ihre Weltpremiere feiern, im Oktober (Termine am Textende) sollen die Quadriga-Gespanne dann auch durch die Innenräume der Westfalenhalle und des ISS Domes rauschen. Mit Rundum-Sicht für die Zuschauer. Fast wie damals, in den Arenen der Antike.
Nur eins haben die Veranstalter von „Ben Hur Live” den alten Römern voraus: Die Show kann sich modernster Technik bedienen. Versprochen sind Großprojektionen auf einer Wasserwand, eine Galeerenschlacht mit drei Schiffen (!), diverse Feuer-, Wind- und Dufteffekte. Zumindest letztere dürften sich bei 35 Pferden sowie weiteren tierischen Statisten (u.a. Kamele, Esel, Hyänen, Greifvögel) auch ohne technische Unterstützung einstellen.
Im Fokus stehen aber vornehmlich die Zweibeiner. Allen voran der fiktive Titelheld Judah Ben Hur, den Romanautor Lew Wallace 1880 ersann. Dessen Geschichte über Liebe, Rache und Glauben (es kommt zur Begegnung mit Jesus) gipfelt im erwähnten Wagenrennen. Allein dafür muss jeweils eine eigene Rennbahn (200 Meter) gebaut werden.
Die Umsetzung des Spektakels liegt in den Händen versierter Kräfte: Komponist Klaus Badelt hat schon „Gladiator” vertont, Designer Mark Fisher hat die „The Wall”-Tour von Pink Floyd entworfen und Broadway-Regisseur Philip McKinley darf nicht weniger als 40 Tänzer, 30 Akrobaten und über 250 Statisten dirigieren. Kurzum: Kleckern is' nicht!
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