Ab Aschermittwoch nehmen sie das Kreuz auf sich

Gelsenkirchen..  Am Aschermittwoch nehmen sie das Kreuz wieder auf sich: 30 Laiendarsteller aus dem ganzen Revier eröffnen dann die 2. Gelsenkirchener Passionsfestspiele und verleihen dem Pott einen Hauch von Oberammergau. In der evangelischen Kirche in Rotthausen bietet der Altarraum den Rahmen für 15 Aufführungen der Leidensgeschichte Christi. Regisseur Elmar Rasch setzte vor zwei Jahren erstmals seine Idee um, ähnlich wie in Bayern mit engagierten Laien die biblische Passion nachzustellen – mit Erfolg.

Nun castete der 62-Jährige wieder Darsteller für Jesus und Judas, Maria, Herodes und den Hohen Rat. Aus dem Jesus-Darsteller von 2013, dem Gelsenkirchener Designer Jesse Krauß, wird Judas – der ehemalige Judas Alexander Welp (23-jähriger Student aus Bochum), schlüpft nun in die Rolle des Gottessohns: „Dafür habe ich mir seit April extra die Haare wachsen lassen.“

Und ein echter Pastor mutiert zum Satan: Wolf-Rainer Borkowski verkörpert das Böse – und schrieb die neue Textvorlage nach dem Lukas-Evangelium. So kann das Publikum von Aschermittwoch bis Ostermontag eintauchen in die christliche Geschichte von Leiden, Sterben und Auferstehung.