20 Jahre, 200 Ausgaben - Aus einer Vision wurde "Visions"
16.10.2009 | 18:35 Uhr 2009-10-16T18:35:00+0200
Dortmund. In einem kleinen Dortmunder Kinderzimmer hat alles begonnen. Die Utensilien: eine Schere, ein Pritt-Klebestift, ein Tacker und jede Menge Kopien - das war 1990 die Geburtstunde des Musikmagazins „Visions”. Und die Geschichte geht weiter.
Ein Auszug aus dem Programm:
28. Oktober, 20 Uhr:
- Kettcar, Thees Uhlmann
- domicil (22 € + Gebüren)
29. Oktober, 20 Uhr:
- Donots, GodFires Man, Fire in the Attic, The PicturebooksFaceclub (14 € + Gebühren)
30. Oktober, 20 Uhr:
- Bela B & Chainsaw Hollies, Biffy Clyro, Eternal Tango
- FZW (14 € + Gebühren)
1. November, 20 Uhr:
- Dredg
- Konzerthaus (28 € + Gebühren), ab 23 Uhr Aftershow-Party im Spirit
Damals wurden 300 Exemplare verkauft. Heute, im Jahr des 20-jährigen Bestehenshat das Magazin eine Auflage von 70.000 Exemplaren und ist das im deutschsprachigen Raum wichtigste Szeneorgan für Anhänger von Independent- und Alternative-Musik.
„Wann das genau war, kann ich gar nicht mehr sagen, ich glaube im Herbst, denn es war kalt”, erklärte Michael Lohrmann, Geschäftsführer der Visions Verlags GmbH mit Sitz in Dortmund. Ende Oktober gibt es die Feierlichkeiten mit hochkarätig besetzten Konzerten in verschiedenen Dortmunder Locations, u.a. mit Bela B., Kettcar, Madsen, Donots, Editors, Biffy Clyro oder auch Dredg.
„Wir haben uns bewusst für Dortmund entschieden”, so Lohrmann. „Wir sind ein Dortmunder Verlag, hier ist unsere Heimat”. Man habe den Anspruch verhältnismäßig große Bands in kleinen Clubs auftreten zu lassen. Und das bisherige Line Up kann sich sehen lassen. „Einer der Höhepunkte ist sicherlich der exklusive Auftritt der Band Madsen, die eigens für das Konzert im FZW die Aufnahmen an ihrem neuen Album unterbricht”, betonte Arne Jamelle, verantwortlich für den Bereich Booking & Events.
Konzert folgt
Ein weiterer Höhepunkt wird ein Konzert im VIP-Bereich des Signal Iduna Parks am 29. Oktober. „Doch steht hier noch das OK der Band aus”, erklärte Michael Lohrmann. Einen Namen könne man noch nicht nennen. Nur so viel könnte er sagen: „Die Band ist sehr bekannt und aus rechtlichen Gründen dürfen wir erst eineinhalb Wochen vor dem Konzert damit an die Öffentlichkeit gehen.”
Insgesamt gibt es Konzerte in sieben Locations mit etwa 40 Bands, das im FZW, im Konzerthaus, domicil, Spirit, Inside-Club oder auch dem Faceclub, der im Brückstraßenbereich erst Mitte September eröffnet. Neben dem „Visions” produziert der Verlag jährlich einen Festivalplaner, der einmal im Jahr über die Open Airs der Saison berichtet, das alles in einer Auflage von 500 000 Exemplaren. Am Redaktionssitz Dortmund arbeiten 22 feste Mitarbeiter.
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Einer der Visions Redakteure sollte nicht unerwähnt bleiben: Oliver Uschmann , der die Erfolgsserie Hartmut und ich geschrieben hat. Er sammelte als Pennäler auch Erfolge beim Bürgerfunk im Kreis Wesel.