2,2 Milliarden für öffentliche Theater

Köln..  Der Geschäftsführer des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, sieht auch 25 Jahre nach dem Mauerfall ein West-Ost-Gefälle in der finanziellen Ausstattung der Theater und Orchester. „Wir haben sicherlich in den neuen Bundesländern noch eine angespanntere Situation als in den alten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Das hat damit zu tun, dass es dort nach wie vor personell gut ausgestattete Theater und Orchester in überschaubaren oder sogar kleinen Standorten gibt.“

Für viele dieser Kulturbetriebe im Osten habe der Bühnenverein Haustarifverträge mit Gehaltsverzicht abschließen müssen, um Arbeitsplätze überhaupt zu finanzieren. „Das gibt es in dieser Weise in den alten Bundesländern nicht.“ Zwar gebe es auch im Westen an einzelnen Standorten Probleme, sagte Bolwin und nannte Trier als Beispiel und die Diskussion um die Zusammenlegung der Bonner mit der Kölner Oper.

In der Saison 2012/13 gab es an Theatern in Deutschland rund 85 000 Aufführungen von etwa 7500 Inszenierungen. Die öffentlichen Häuser hatten laut Bolwin insgesamt 2,2 Milliarden Euro aus der öffentlichen Hand zur Verfügung.