Das aktuelle Wetter NRW 3°C
Kino

Christoph Maria Herbst: Sarrazin und Buschkowsky im Visier

14.10.2012 | 17:01 Uhr
Christoph Maria Herbst: Sarrazin und Buschkowsky im Visier
In der Kinokomödie "300 Worte Deutsch" widmet sich Christoph Maria Herbst auf seine Weise dem Thema Integration.Foto: dapd

Köln.  "Stromberg"-Darsteller Christoph Maria Herbst spielt in seiner neuen Kinokomödie "300 Worte Deutsch" den Chef des Ausländeramtes in Berlin-Neukölln. Herbst: "Es ist die komödiantische Antwort auf das Buschkowsky-Buch mit einer Prise Sarrazin vielleicht."

Schauspieler Christoph Maria Herbst will mit seiner neuen Kinokomödie "300 Worte Deutsch" das integrationskritische Buch von Berlin-Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) aufs Korn nehmen. "Es ist die komödiantische Antwort auf das Buschkowsky-Buch mit einer Prise Sarrazin vielleicht", sagte Herbst in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd. Die Dreharbeiten unter der Regie von Züli Aladag liefen noch.

Der "Stromberg"-Darsteller Herbst spielt in dem Film den Chef des Ausländeramtes, Ludwig Sarheimer. "Schon in der Wortwahl sind da Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen nicht ausgeschlossen", sagte er in Anspielung auf den ehemaligen Berliner Finanzsenator und Vorstand der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin. Dieser hatte mit seinem Werk "Deutschland schafft sich ab" für Empörung gesorgt.

Kino
Fans sichern Finanzierung von "Stromberg"-Kinofilm

Eine Millionen Euro Kapital ist per Crowdfunding für den "Stromberg"-Kinofilm zusammengekommen. Innerhalb von einer Woche brachten Fans der Fernsehserie durch Gruppen-Finanzierung diese Summe auf. Der "Stromberg"-Film soll 2013 in die Kinos kommen.

Kein trotteliger Aufschneider wie Stromberg

Herbst beschrieb den Film "300 Worte Deutsch" als eine Komödie über Kulturen: "Der Film geht in komödiantischer, leichtfüßiger Weise mit Klischees um, die einem so einfallen, wenn man das Wort 'Türken' oder 'Deutsche' sagt." Er selbst stehe als Beamter Sarheimer für "den Deutschen, der die Gesetze bis zum letzten Nebensatz auch wirklich umsetzen will".

Doch anders als seine bislang erfolgreichste Rolle Bernd Stromberg sei die Figur kein trotteliger Aufschneider, wie Herbst verriet: "Der Sarheimer ist promoviert, kein Dummkopf und nicht so der fleischgewordene Stammtisch wie Bernd Stromberg. Also eigentlich jemand, vor dem man mehr Angst haben muss, weil er mehr Macht hat."

Herbst ist am Samstag (20. Oktober, 20.15 Uhr) zum zweiten Mal in der Rolle des Kommissar Kreutzer auf Pro Sieben zu sehen. (dapd)



Kommentare
Fotos und Videos